Bauliche Situation entspricht nicht den Arbeitsschutz-Anforderungen

Neubau der Feuerwache am Dukatenweg erforderlich

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Die bauliche Situation der Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg entspricht nicht mehr den Anforderungen.

Lüdenscheid - Die Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg entspricht nicht mehr den Bedingungen des Arbeitsschutzes. Das hat ein Gutachterbüro nach einer umfassenden Prüfung festgestellt. Deshalb wird voraussichtlich ein Neubau erforderlich. Die Kosten dürften nach Schätzungen im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Am Montagabend wurde die Politik in einer interfraktionellen Sitzung über die bauliche Situation unterrichtet. Ergebnis: So wie es ist, kann es nicht bleiben. Die Einsatzfähigkeit der Wache sei aber zu jeder Zeit gewährleistet, so die Verwaltung.

Konkrete Empfehlungen oder gar Zahlen erhielten die Fraktionsmitglieder noch nicht. Die Endfassung des Gutachtens wird für Oktober erwartet. „Aber dass dringender Handlungsbedarf besteht, ist schon heute unstrittig“, erklärten mehrere Teilnehmer. Zunächst gehe es darum, Sofortmaßnahmen einzuleiten, um die gröbsten Mängel zu beheben. Die dafür nötigen Kosten würden in den Haushaltsplanentwurf eingestellt, der Ende September vorliegen soll.

Die interfraktionelle Sitzung, die statt der Hauptausschusssitzung anberaumt worden war, habe den Politikern noch nicht viele Informationen an die Hand gegeben. „Es war ein Frühwarngespräch. Wir sind deshalb auf Details gespannt.“ Wegen der zu erwartenden Größenordnung des Vorhabens habe die Stadt eine Projektgruppe eingerichtet. Schließlich müssten eine ganze Reihe von Fragen vom Standort bis zu organisatorischen Abläufen geklärt werden. Außerdem ist am Dukatenweg die in den vergangenen Jahren umfassend modernisierte Kreisleitstelle der Feuerwehr untergebracht.

Deshalb stehe ein abgestimmtes Vorgehen mit dem Kreis außer Frage. „Zunächst müssen wir das Gutachten einsehen, bevor wir uns über mögliche Maßnahmen unterhalten“, hieß es aus den Fraktionen. Da der Handlungsstrang von der Übergangs- bis hin zur großen Lösung nur vage skizziert worden sei, hätten die Fraktionen „etwas grummelig“ reagiert. Die große Runde mit der Verwaltung könne aber schon als Hinweis auf das Bevorstehende gedeutet werden. Jeder wisse, dass ein Neubau-Komplex einen zweistelligen Millionenbetrag koste.

Die Konsequenzen für den Haushalt zeichnen sich für einige Fraktionsmitglieder bereits ab: „Der Fahrplan zur Entschuldung kann nicht eingehalten werden. Es sei denn, man dreht noch massiver an der Steuerschraube und versucht, den Sparkurs weiter zu verschärfen.“ Sicher ist derzeit nur eines: Fördermittel sind für einen Feuerwehr-Neubau nicht zu erwarten.

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