Ab Mitte 2017

Nächtliche Zuganbindungen von Dortmund

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Ab Mitte nächsten Jahres wird an den Wochenenden und vor Feiertagen die RB 52 den Dortmunder Hauptbahnhof auch nach Mitternacht verlassen, um Lüdenscheid anzufahren. -  Foto: Nougrigat

Lüdenscheid - Die Signale für nächtliche Zuganbindungen aus Dortmund werden auf freie Fahrt gestellt. Von Freitag auf Samstag, von Samstag auf Sonntag und vor Feiertagen können Nachtschwärmer die Rückreise nach Lüdenscheid, Iserlohn oder Menden auch nach Mitternacht antreten. Allerdings ist noch etwas Geduld gefragt: Mitte nächsten Jahres erfolgt die Fahrplanerweiterung.

„Wir sind ausgesprochen froh, dass wir jetzt so weit sind“, sagt Wolfgang Rothstein, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. „Unsere ständigen Bemühungen, gerade für die jungen Menschen eine bessere Anbindung an das Oberzentrum Dortmund zu erzielen, haben sich gelohnt. Da viele Gremien mit solchen Ausweitungen im Zugverkehr befasst sind, war das schon eine schwierige Geschichte“, blickt Rothstein auf viele Diskussionen zurück.

Wolfgang Rothstein, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Im Einzelnen heißt das für die Regionalbahn 52 von Dortmund nach Lüdenscheid: Der erste durchgehende Nachtzug startet einige Minuten nach Mitternacht vom Oberzentrum, ist um 0.44 Uhr in Hagen und um 1.28 Uhr in Lüdenscheid. Der zweite fährt eine Stunde später von Dortmund und erreicht die Bergstadt um 2.28 Uhr. Bislang endet der Ausflug frühzeitig: Der letzte Zug fährt um kurz nach 23 Uhr aus der Halle.

„Wir wollen die Nachtverkehre mit dem Zug verbessern“, unterstreicht der SPD-Fraktionschef, „denn sie sind für einen attraktiven Standort unverzichtbar.“ Gerade junge Menschen seien aus unterschiedlichen Gründen auf den ÖPNV angewiesen. „Dem müssen wir Rechnung tragen, wenn wir den Märkischen Kreis als Wohn- und Wirtschaftsregion vernünftig aufstellen wollen.“ Dass es vom Bahnhof keine Anschlussverbindungen mit Bussen gibt, hält Rothstein aber für vertretbar.

„Das Wünschenswerte muss immer auch bezahlt werden“, erinnert der SPD-Fraktionschef im Kreis an die schwierigen Haushaltslagen der Kommunen. „Mit den nächtlichen Zuganbindungen treten schon spürbare Verbesserungen ein, zumal die Fahrten im normalen Tarifsystem liegen.“ Wenn die Angebote sehr gut angenommen würden, sei sogar eine Ausweitung über die bisherige Zeitschiene möglich. „Mit Fernbussen und Nachtzügen hat die SPD zentrale verkehrspolitische Ziele erreicht.“ Sein persönliches Ziel hat Wolfgang Rothstein vor Augen: „Im ersten Nachtzug fahre ich mit.“

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