Nach Raubüberfall an Teutonenstraße: Einer der Beschuldigten will jetzt reden

Lüdenscheid - Am Mittwoch setzt das Bochumer Schwurgericht den Prozess gegen zwei 28-jährige Männer aus dem Ruhrgebiet fort. Die Verbrechen, die ihnen die Staatsanwaltschaft zur Last legt, stehen nach jetzigen Erkenntnissen der Behörden in engem Verhältnis zu einem Raubüberfall, den der – bei der Fahndung als „Redo“ bezeichnete – Hauptverdächtige Anfang Dezember 2014 an der Teutonenstraße in Lüdenscheid begangen haben soll.

Demnach ließ eine damals 83 Jahre alte Frau den Mann gegen 19 Uhr in ihre Wohnung, weil sie in ihm den Kellner eines Eiscafés in der Innenstadt wiedererkannte, das sie oft besuchte. Der Täter nutzte die Wehrlosigkeit seines Opfers aus, fesselte es und stahl Bargeld und Schmuck im Gesamtwert von rund 100.000 Euro aus dem Tresor.

Bei der Flucht mit der Beute setzte der Räuber offenbar auf die falschen Freunde. Die Männer, bei denen er den Schmuck deponieren wollte, verkauften ihn teilweise in Antwerpen, so die Anklage. 

Um wieder in den Besitz der Beute zu gelangen, lockte „Redo“ laut Staatsanwaltschaft die beiden Männer mit Hilfe von Komplizen auf einem einsamen Parkplatz in einen Transportwagen. Dem einen schlug er laut Staatsanwaltschaft mit einem Hammer den Schädel ein, um den anderen dazu zu bringen, ihm die 100.000 Euro auszuhändigen.

Am ersten Verhandlungstag am 10. August äußerten sich die Beschuldigten nicht zu den schweren Vorwürfen. „Redos“ Mitangeklagter hat über seine Verteidiger allerdings für Mittwoch eine Aussage angekündigt.

Der Prozess am Landgericht Bochum wird um 9 Uhr im Saal C 240 fortgesetzt.

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