Erhöhte Kosten bei Nichtumsetzung

Musikschul-Neubau: Wettbewerb Thema im Rat

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Um die Gebäude Wilhelmstraße 56 und 58 drehte sich zuletzt die Diskussion in puncto Musikschul-Neubau

Lüdenscheid - „Alle bisher eingeleiteten Maßnahmen basieren auf entsprechenden Beschlüssen“, betonte Bürgermeister Dieter Dzewas am Montag in der Ratssitzung. Er stellte nicht nur die verworfenen Alternativen zum Musikschul-Neubau am Staberg vor, sondern ging auch mit Nachdruck auf den laufenden Architekturwettbewerb ein.

Von 150.000 Euro, die dieser koste, würden 120.000 Euro durch den Förderer getragen. „Eine Auszahlung erfolgt nur, wenn das Wettbewerbsergebnis auch umgesetzt wird. Ansonsten sind die gesamten Kosten von der Stadt zu tragen“, sagte der Bürgermeister.

Doch das sei längst nicht alles, was die Stadt im Falle einer Nichtumsetzung zu befürchten hätte. Hinzu kämen vermutlich Schadenersatzforderungen des Sieger-Architekturbüros bis zu 245.000 Euro. Auch Forderungen der anderen beteiligten Büros seien denkbar.

Befremden über Zeitpunkt der Diskussion

Einige Architekten hätten auch im Gespräch bereits ihr Befremden über die erneute Diskussion zu diesem späten Zeitpunkt bekundet, ließ Dzewas die Ratsmitglieder wissen.

Auf den konkreten Vorschlag des CDU-Ortsverbandsvorsitzenden Ralf Schwarzkopf, die Musikschule in Capitol und Rosiepen-Haus unterzubringen, ging Dzewas außerdem ein.

Bewilligung eines weiteren Wettbewerbs unwahrscheinlich

Die Tatsache, dass Ulrich Rosiepen, Eigentümer des Hauses Wilhelmstraße 58, gar nicht gefragt worden sei, ob er verkaufen möchte, müsse er wohl gar nicht erst kommentieren, meinte Dzewas.

Davon abgesehen müsste für einen neuen Standort wohl ein neuer Wettbewerb durchgeführt werden, dessen Bewilligung sicherlich fraglich wäre. Hinzu käme eine geänderte Zeitplanung, die die Förderung ebenso unwahrscheinlicher mache.

Kein weiterer Gesprächsbedarf

Der Fördermittelgeber habe sich in Bezug auf die Suche nach Staberg-Alternativen ohnehin schon früher skeptisch geäußert. „Bei der Prüfung eines möglichen Neubaus der Musikschule gegenüber der Erlöserkirche merkte der Zuwendungsgeber bereits an, ‘dass die Stadt Lüdenscheid offensichtlich nicht genau weiß, was sie will, da immer wieder neue Standorte diskutiert werden und sich dadurch die Maßnahme auch in die Länge zieht’“, zitierte Dzewas.

Im Anschluss an seine Ausführungen äußerte keines der Ratsmitglieder noch Gesprächsbedarf.

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