Musikschulbau: Arbeit beginnt

In kleinen Gruppen machten sich die Architekten ein Bild von den Gegebenheiten am Staberg. Ihre Ideen und Vorschläge finden ihren Niederschlag im Wettbewerb, der acht Wochen läuft. - Fotos: Kornau

Lüdenscheid - Bereits Mitte September entscheiden Preisrichter darüber, welcher von 20 Architektenentwürfen für die neue Musikschule am Staberg das Rennen macht.

Vertreter von 18 Büros kamen auf Einladung der Stadt zusammen, um zwei Stunden lang Fragen zur Auslobung zu stellen, sich einen Eindruck vom Standort zu verschaffen, und um von Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann Näheres zum Selbstverständnis der Musikschule zu erfahren.

Details zur gewünschten Planung hält die Auslobung parat – eine kleine Broschüre, die genau auflistet, welche Räume benötigt werden, wie der Kostenrahmen ist, wie viele Parkplätze vorzusehen sind. „50 Plätze sind insgesamt nachzuweisen“, weiß Heike Müller von der Projektstelle Licht und Stadtgestaltung. Ein Teil davon kann auf einem Grundstück neben der Scholl-Aula eingeplant werden; das städtische Grundstück liegt brach. Wie die anderen Parkplätze auf dem Staberg-Gelände angelegt werden, auch das fordert die Fantasie der Architekten.

Damit die Vorstellungskraft der Preisrichter und der Lüdenscheider etwas unterstützt wird, gehört zum Wettbewerb die Anfertigung eines Modells. Das darf allerdings etwas später abgegeben werden als geplant, um den Druck zu verringern. Auch hierfür haben die Architekten gestern die Grundlage mitgenommen: eine Kiste mit einheitlichen Grundriss-Modelleinsatzplatten, wodurch unter anderem der Höhenversatz des Geländes dargestellt werden kann. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass jedes Modell am Ende ins von der Stadt vorgefertigte Großraummodell passt, das die Umgebungsbebauung andeutet. So soll sich die Wirkung am Ende besser beurteilten lassen.

„Man bekommt einen anderen Einblick“, freute sich zum Beispiel Architektin Kathrin Schmitz von Ahab A. aus Berlin über die Gelegenheit, sich in Lüdenscheid umzuschauen und den „emotionalen Zusammenhang zu dem Ort“ herzustellen. Ein Lob gab’s auch in Richtung Stadt: Die Auslobung sei sehr gut vorbereitet gewesen.

Insgesamt 236 Büros aus Deutschland und vereinzelt auch dem europäischen Ausland hatten sich beworben. Von den 20, die sich letztlich am Wettbewerb beteiligen dürfen, wurden 15 ausgelost, fünf durfte die Stadt benennen. Auch ein Büro aus der Schweiz ist dabei. Für Heike Müller ist der Startschuss auch sehr spannend gewesen: „Jetzt beginnt die Arbeit.“

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