Umstrittener Neubau

Musikschul-Entwürfe: Preisverleihung trotz Streits

Applaus gab’s auch von CDU-Vertretern, die dem Musikschul-Neubau skeptisch gegenüberstehen.

Lüdenscheid - Das Thema Musikschul-Neubau ist politisch nach wie vor umstritten, aber das Verfahren läuft programmgemäß weiter. Nun hat Bürgermeister Dieter Dzewas in einer Feierstunde die Leistungen der fünf Architekturbüros gewürdigt, die bei dem Wettbewerb um den besten Entwurf in die Endrunde gekommen waren.

Im Bürgerforum des Rathauses hatten sich aber nicht nur die Baumeister und Juroren versammelt. Auch zahlreiche Vertreter der Stadtverwaltung sowie eine Reihe von Ratsvertretern aller Fraktionen sowie Musikschullehrer, die Schulleiter der beiden Staberger Gymnasien und interessierte Bürger ließen sich blicken, um bei der Vergabe der Preisgelder von insgesamt 36 500 Euro dabei zu sein.

Überraschungen blieben erwartungsgemäß aus. Denn die Verantwortlichen hatten die beiden Träger des 1. Preises sowie die Architekten, die die Jury mit einer Anerkennung bedachten,bereits in der vergangenen Woche bekanntgegeben.

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In seiner Laudatio verteilte der Bürgermeister das erste Lob an das Personal der städtischen Musikschule im alten Postgebäude an der Altenaer Straße. „Hier haben wir tüchtiges Lehrpersonal, das eine hervorragende Breitenarbeit leistet.“ Doch die Musikschule sei „längst über ihre baulichen Grenzen hinaus“ belastet – auch im Hinblick auf Barrierefreiheit, Arbeits- und Brandschutz.

Jörg Weber und Andreas Kardelky von der Trierer „WW+ GmbH“ nahmen ihr Preisgeld ebenso entgegen wie die ebenfalls prämierten Christian Decker und André Habermann von den „H.S.D. Architekten“ aus Lemgo. Von den Trägern der Anerkennungspreise waren Baumeister der „SSP Schürmann Spannel AG“ und der „Kadawittfeldarchitektur GmbH“ angereist, die „SEP Architekten“ blieben der Verleihung fern.

Die beiden prämierten Büros sind die Verhandlungspartner in bevorstehenden Gesprächen über eine inhaltliche Überarbeitung ihrer Entwürfe, bis einer von ihnen übrig bleibt. Vorausgesetzt, die politische Mehrheit stoppt das Projekt nicht vorher noch.

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