Mehr Schallschutz fürs Bürgeramt

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Der Schallschutz im Bürgeramt ist mangelhaft und soll nach den Vorstellungen der Verwaltung verbessert werden.

Lüdenscheid - Rund 4000 Kunden zählt das Bürgeramt pro Monat. „Berücksichtigt man, dass sie nicht immer allein kommen, dann suchen pro Jahr zwischen 60 000 und 70 000 Lüdenscheider das Bürgeramt auf“, rechnet Leiter Wolfgang Padur vor. Damit ist auch ein hoher Lärmpegel verbunden, der durch entsprechende Umbaumaßnahmen reduziert werden soll.

Das geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, die den Ratsmitgliedern in ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause am nächsten Montag (17 Uhr im Ratssaal) vorliegt. Rund 65 000 Euro sollen investiert werden, falls der Rat grünes Licht gibt.

Zwar gibt es Trennwände, doch sie sorgen eher für einen Sicht-, nicht aber für einen Schallschutz. Im vergangenen Jahr wurde aufgrund des hohen Krankenstandes im Bürgeramt eine Begehung unter arbeitsmedizinischer Beteiligung durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass die vorhandenen Stellwände sowohl keinen Schallschutz als auch keinen Schutz vor Zugluft boten. Sie sorgten an einigen Stellen nur für eine optische Abgrenzung. Bei der Einrichtung des Bürgeramtes habe der offene Charakter der Halle im Vordergrund gestanden. „Das ist inzwischen zehn Jahre her“, sagt Wolfgang Padur. In dieser Zeit ist auch der Teppich arg strapaziert worden und soll durch Fliesen ersetzt werden.

Doch zurück zum Schallschutz: Im Bereich der Serviceplätze sollen zwischen den einzelnen Schreibtischen Stellwände mit schallschluckendem Material montiert werden. Dies gilt auch für den Wartebereich und die Infotheke. Zusätzlich ist vorgesehen, den Schallschutz in der Halle durch die Installation von sogenannten Akustikwürfeln und Wandabsorbern zu verbessern.

„Sämtliche Maßnahmen basieren auf umfangreichen örtlichen Untersuchungen in Verbindung mit entsprechenden Messungen der Raumakustik durch ein externes Büro. Sie führen zu einer deutlichen Reduzierung des Lärmpegels in allen betroffenen Bereichen. Die Serviceplätze in der Halle werden besser vor Zugluft geschützt. Die Montage von Stellwänden zwischen den Arbeitsplätzen schafft Diskretionsbereiche. Da hiermit in datenschutzrechtlicher Hinsicht eine Verbesserung erzielt wird, werden die Maßnahmen vom Datenschutzbeauftragten befürwortet“, heißt es. Nun hat der Rat das Wort.

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