„Lünsch-Mord“: Michael Wagner stellt Lüdenscheid-Krimi vor

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Michael Wagner macht Werbung für seinen Krimi „Lünsch-Mord“ – kritisch beäugt von Onkel Willi, den es 1972 noch gar nicht gab, damals fuhren noch Autos über den Straßenstern.

lüdenscheid - Regional-Krimis sind Kult und auch im Sauerland war schon mancher Ermittler unterwegs, aber eine Mordermittlung, die ins Sterbecketal und ins Lüdenscheid des Jahres 1972 führt, noch mit Straßenstern anstelle des Sternplatzes und einer A 45, die nagelneu ist und keine maroden Brücken kennt – das ist neu. Michael Wagner hat sich mit seinem ersten Roman „Lünsch-Mord“ einen Jugendtraum erfüllt.

Schon jetzt macht der gebürtige Lüdenscheider, der in Schalksmühle aufgewachsen ist, neugierig auf das Buch, das am 14. Oktober im Bastei-Lübbe-Verlag erscheinen wird. Seit rund 20 Jahren erzählt Michael Wagner, habe er die Idee mit sich rumgetragen, einen Krimi zu schreiben – also schon etwa zu der Zeit, als der gelernte Werkzeugmacher ein Volontariat bei den Lüdenscheider Nachrichten absolvierte. Inzwischen verbindet er im Hauptberuf das Technische und das Schreiben als PR-Fachmann in der Industrie. Wagner lebt heute in der Nähe von Marburg, aber seiner Heimat ist er immer verbunden geblieben. Deshalb sollte sein Krimi unbedingt in Lüdenscheid spielen – in der Stadt, in der der damalige Schalksmühler als Jugendlicher und junger Erwachsener immer viel unterwegs war.

Sechs Jahre habe er an dem 288-Seiten-Buch geschrieben, erzählt er und viele Stunden recherchiert – unter anderem im Zeitungsarchiv der Lüdenscheider Nachrichten - um auch ja keinen Fehler bei der Beschreibung der Stadt im Jahr 1972 zu machen. Dass der Krimi in dieser Zeit spielt, war eher Zufall – „ich wollte unbedingt, dass die ehemalige Munitionsfabrik im Sterbecketal vorkommt.“ Und so habe sich eins zum anderen gefügt. Als er mit dem Ergebnis zufrieden war, hat er Verlage angeschrieben – und hatte bei Bastei-Lübbe Erfolg, was er selbst kaum fassen konnte.

Nun ist er in Sachen Werbung in eigener Sache unterwegs, auch wenn er noch nicht zuviel über den Inhalt verraten möchte. Nur so viel lässt er raus: Ein alter Mann wird ermordet, ein Motiv scheint es nicht zu geben. Sein Nachbar, der Frührentner Theo Kettling wird zum Ermittler wider Willen. Unterstützt wird er von einer resoluten alten Dame, der ehemaligen Grundschulrektorin Lieselotte Larisch – ein skurriles Ermittlerduo also. „Die beiden gehen völlig dilettantisch vor“, erzählt Wagner, „aber mit viel Beharrlichkeit kommen sie zum Ziel.“ Kommissar Zufall habe auch seine Hände im Spiel. Überrascht habe ihn selbst das Eigenleben seiner Protagonisten: „Man kann beim Schreiben nicht voraussagen, wie sie sich entwickeln.“ Aber loslassen möchte er die beiden noch nicht – die Idee für eine Fortsetzung reift bereits.

Vorbestellungen für den „Lünsch-Mord“ von Michael Wagner sind ab sofort im Buchhandel möglich, ISBN 978-3-404-17426-3. Das Taschenbuch kostet 9,90 Euro, das E-Book 8,49 Euro.

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