Lüdenscheiderin Katja Kirmizikan will in den Bundestag

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Katja Kirmizikan und Wolfgang Wigger im Gespräch.

Lüdenscheid - Katja Kirmizikan möchte 2017 für die SPD in den Bundestag einziehen. Die Lüdenscheider Rechtsanwältin wirbt bei den SPD-Ortsvereinen im Kreis Olpe um Unterstützung für die Bewerbung um eine Kandidatur. Ihr Austritt aus dem Ortsverein West/Brügge bedeute unterdessen keinen Rückzug aus Lüdenscheid, sagt sie.

Dass der Wechsel nach Olpe mit Unstimmigkeiten innerhalb des Ortsvereins West/Brügge zu tun hatte, stritt die 49-Jährige im LN-Gespräch ab: „Da gab es keine Querelen.“

Im Gegenteil, sagte sie, mit der Ortsvereinsvorsitzenden Verena Kasperek habe sie ein gutes Verhältnis. Auch von anderen SPD-Mitgliedern in Lüdenscheid habe es keinen Gegenwind gegeben.

Wenn überhaupt, könne sie sich vorstellen, dass sich einige langjährige SPD-Mitglieder auf den Schlips getreten fühlten, da sie 2010 als Seiteneinsteigerin eintrat und sich engagierte – ohne vorher seit ihrer Jugend, angefangen mit Engagement bei den Jusos, eine langjährige „Ochsentour“ mitgemacht zu haben. „Aber es gab keinerlei Agitation gegen mich“, sagte Kirmizikan.

„Ich habe sie abgeworben“

Der Wechsel in den Olper SPD-Ortsverein sei viel mehr nach langem Werben des dortigen Vorsitzenden Wolfgang Wigger geschehen.

Dieser bestätigte: „Nachdem wir in Olpe Frau Kirmizikan bei verschiedenen Gelegenheiten kennen- und schätzen gelernt hatten, habe ich nichts unversucht gelassen, sie abzuwerben.“

Kirmizikan als Kontaktperson in Düsseldorf

Hintergrund sei dabei auch gewesen, dass der SPD im Kreis Olpe zuvor ein wenig der Kontakt nach Düsseldorf verloren gegangen sei. „Als Mitglied des SPD-Landesvorstandes ist Frau Kirmizikan dort gut vertreten und arbeitet in vielen Projektgruppen mit.“ Davon profitiere man nun in Olpe.

Das Vertrauen der Mitglieder des Ortsvereins Olpe habe die Lüdenscheiderin jedenfalls schnell erlangt – „nicht umsonst ist sie innerhalb eines Jahres meine Stellvertreterin geworden“, erklärte Wigger.

Engagement in Lüdenscheid geht weiter

Kirmizikan selbst sagte, ihr Wechsel nach Olpe sei „ein Brückenschlag“. Und: „Ich sehe den Wahlkreis als Gesamtheit, nicht als zwei Einzelteile.“

Zwar sei sie nicht mehr als Vorstandsmitglied bei der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Lüdenscheid sowie im Unterbezirk MK tätig, doch einen Rückzug aus dem Geschehen in Lüdenscheid bedeute das nicht. „Ich bin hier weiterhin ehrenamtlich aktiv und pflege viele Kontakte.“

Entscheidung zwischen zwei Bewerbern am 6. Dezember

Der Olper SPD-Unterbezirk wird bei der gemeinsamen Wahlkreiskonferenz mit dem SPD-Unterbezirk Märkischer Kreis am 6. Dezember  einen Anwärter ins Rennen schicken.

Neben dem Ortsverein Olpe müssten sich die anderen SPD-Ortsvereine im Kreis Olpe auch noch für Kirmizikan aussprechen, damit der Unterbezirk sie als Bewerberin aufstellt. Möglich bleibt, dass zunächst noch andere Bewerber vorgeschlagen werden.

Rückblick: Der SPD-Unterbezirk Märkischer Kreis hatte am 24. Mai offiziell die Kiersperin Monika Baukloh als Anwärterin aufgestellt – mit breiter Unterstützung aus den Lüdenscheider Ortsvereinen.

Einsatz für Familienpolitik und Infrastruktur-Ausbau

Kirmizikan, Mutter von drei Kindern, würde sich nach eigener Auskunft im Bundestag für mehr Sicherheit auf dem Arbeitsmarkt, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für einen Ausbau der Infrastruktur zugunsten der Wirtschaft einsetzen.

 

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