Kurzweiliges Festkonzert

Der Projektchor wurde nach seinem Auftritt mit Beifall überschüttet.

Lüdenscheid - Wohlklang, Harmonie, Glückwünsche und als Garnitur der Blick zurück auf vierzig Jahre Chorgeschichte: Vor großem Publikum hat der Lüdenscheider Kinderchor sein Jubiläum mit einem kurzweiligen Festkonzert im Kulturhaus begangen.

Der Schreck mag den Veranstaltern gewaltig in die Glieder gefahren sein, als man realisierte, dass der im Programm angekündigte Moderator Karl-Ludwig Spies aus gesundheitlichen Gründe würde nicht kommen können. Kurzerhand sprangen Simone Moll und Susanne Thomas ein.

Zum Auftakt konnte das Publikum erstmals das von Chorleiterin Tzvetanka Wiegand geschaffene Lied des Lüdenscheider Kinderchores hören. Das Publikum reagierte mit begeistertem Applaus. Beziehungsreich folgte darauf „Wenn ich ein Vöglein wär“, was durchaus als Anspielung auf die neuen Maskottchen Humperdinck und Rubina, zwei Rotkardinäle, zu verstehen war. Art der Rotkardinäle ist es, dass Weibchen und Männchen gerne im Duett singen. Eingepackt von Chorgesang gab es auch das Grußwort des Bürgermeisters, kurze Interviews mit ehemaligen Mitgliedern einst führenden Persönlichkeiten. „Barzi“ Peter Uhlmann, zwei Jahrzehnte an der Spitze des Vereins und dessen Ehrenvorsitzender, wurde mit großem Hallo empfangen, bedankte sich auf seine wohl unverwechselbare Art mit trockenem Humor. „Schön, dass ihr euren ,Barzi’ wieder erkannt habt“, ließ er wissen. Auch Thorsten Potthoff, der für die Sängerjugend im ChorVerband NRW Grüße überbrachte, Sascha Benner und die ehemalige Chorleiterin Corinna Gerke mussten sich im Verlaufe der Veranstaltung den „Interviews“ stellen.

Zu Beginn noch angespannt, streifte der Kinderchor schnell die Aufregung vor dem großen Auftritt ab, sang frisch und stimmig auf. Feiner Ausdruck herrschte da bei Sholom Secundas „Dona, Dona“, aber auch bei „Kann es wirklich Liebe sein“ (Musik: Elton John/Text Frank Lenart). Eine Feuertaufe hatten die Kinder mit dem Lied zur Serie „The Flintstones“ zu bestehen, und sie überwanden spielend leicht alle Hürden. Humorvoll, wie witzig das Ensemble „Mah-na mah-na“ umsetzte und dabei einen Abstecher zu den Blues Brothers machte. Lupenrein: Die Mädels deLüKCs boten unter anderem „Engel“ von Rammstein, aber auch „Junge, lach doch mal“ von den Wise Guys.

Der Projektchor, die Mädels deLüKCs im Verbund mit ehemaligen Kinderchorsängern, bescherte „Sweet Dreams“, wurde mit Beifall überschüttet. Zum Abschluss kam auch noch der Kinderchor dazu, sangen alle Beteiligten das Lied „Die Gedanken sind frei“. Von allen Seiten positiv aufgenommen wurde die Tatsache, dass ausschließlich Aktive und ehemalige Sänger des Kinderchores das Programm bestritten. Auch die Geste, das Konzert auch auf einen Querschnitt aus einst gepflegtem Liedgut zu stützen, ohne dabei die Gegenwart zu vergessen, fand große Zustimmung. Der Notenfundus des Kinderchores wird dank entsprechender Spenden der Sängerjugend und des Sängerkreises Lüdenscheid nach dem Festkonzert zunehmen.

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