Thomas Ruschin: 150 Flüchtlinge erwartet

Lüdenscheid wieder in der Zuweisung

Die Grundschule Schöneck bleibt vorgesehen für die Einrichtung eines Integrationszentrums. Der Bewilligungsbescheid für die Förderung ist bei der Stadt eingegangen.

Lüdenscheid - Nachdem die Bezirksregierung in Arnsberg mit zeitlicher Verzögerung die Zahlen zur Verteilung der Flüchtlinge korrigiert hat, ist Lüdenscheid wieder in der Zuweisung: „Daher müssen wir ab Mitte Mai wieder mit 150 Menschen rechnen, die wir unterbringen müssen“, erklärte am Freitag der Erste Beigeordnete Thomas Ruschin.

„Ob sie im Block oder nach und nach kommen werden, wissen wir noch nicht, auch nicht, wie viele Familien darunter sind.“

Lüdenscheid habe aber genügend Kapazitäten und sei flexibel, was die Aufnahme neuer Flüchtlinge angehe. „Unsere vorausschauenden Planungen haben sich bewährt.“ Anfang des Jahres hatte es von Seiten der Bezirksregierung Arnsberg geheißen, Lüdenscheid müsse monatlich mit 120 neuen Flüchtlingen rechnen. Daher hatte sich die Verwaltung ungeachtet der Schließung der Balkan-Route und des nachlassenden Flüchtlingsstroms darum bemüht, die Voraussetzungen für weitere Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen – zum Beispiel durch die Anmietung einer Etage im Gebäude Wefelshohler Straße 1 oder eine Baugenehmigung für weitere Container am Schöneck. „Die Unterbringung an der Wefelshohler Straße ist noch nicht genutzt, und auch am Schöneck sind Container für bis zu 200 Personen bezugsfertig“, betonte Ruschin.

Die Grundschule Schöneck wolle man weiter für die Einrichtung eines Integrationszentrums nutzen, zumal der Bewilligungsbescheid für die Förderung in Höhe von 1,3 Millionen Euro eingetroffen sei. „Daran wollen wir natürlich festhalten.“ Etwas anderes komme nur im äußersten Notfall in Frage.

Sehr froh zeigte sich Thomas Ruschin darüber, dass inzwischen alle Familien in Wohnungen vermittelt werden konnten: „Die Flüchtlingsinitiative leistet da Hervorragendes.“ Grundsätzliches gehe es bei dieser Vermittlung nur um Menschen mit Bleibeperspektive oder mit einem Asylstatus.

Die Verwaltung halte weiter an ihren Planungen fest. Ziel war und ist es, bis Ende des Jahres Platz für 2100 Flüchtlinge zu schaffen. Denn die Entwicklung zeige, dass nicht mit einer dauerhaften Entspannung zu rechnen sei. „Die Flüchtlinge suchen sich andere Wege. Afrika ist zurzeit ein ganz großes Thema. Dort warten viele Flüchtlinge auf die Ausreise über das Mittelmeer.“

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