Linke erschüttert nach Besichtigung der Feuerwache

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Der Abgasschlauch, der beim Anlassen der Dieselmotoren zum Einsatz kommen soll, hängt unter der Decke.

Lüdenscheid - Sozialräume in einem „katastrophalen“ Zustand und Einsatzkräfte, die seit Jahren Abgasen, die beim Anlassen der Dieselmotoren ausgestoßen werden, schutzlos ausgeliefert sind: Michael Thomas-Lienkämper Fraktionssprecher der Partei Die Linke, zieht nach einer Besichtigung der Feuer- und Rettungswache am Dukatenweg ein „niederschmetterndes Fazit“.

Wie berichtet, hat ein Gutachten ergeben, dass aufgrund diverser Mängel ein Neubau unausweichlich ist. „Unsere Ratsfraktion wollte sich daher persönlich ein Bild vom Zustand der Feuerwache machen, um in den entsprechenden politischen und gesellschaftlichen Diskussionen eine noch breitere Wissensbasis zu haben“, sagt Thomas-Lienkämper. Dieses Bild sieht nicht gut aus:

Abgasschläuche, die eigentlich beim Anlassen der Dieselmotoren an die Auspüffe der Einsatzfahrzeuge geklemmt werden sollen, um schädliche Emissionen abzusaugen, hängen an der Decke, da sie im Einsatzfall in der inzwischen viel zu engen Halle zu Stolperfallen werden. „Somit sind die Einsatzkräfte seit Jahren den Schadstoffen schutzlos ausgeliefert.“ Die Ausstattung der Umkleiden spotte jeder Beschreibung. Natürlich werde nicht nach Geschlechtern getrennt. Enge Sozialräume „mit einem Möblierungscharme der 70er Jahre“ kämen hinzu.

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Daraus ergeben sich für Die Linke folgende Fragen:

- Hat ein Betriebsarzt einmal die Feuerwache und die Gesundheit der Mitarbeiter begutachtet?

- Wieso hat die Feuerwehr als Einheit nicht ordentlich „auf den Putz hauen“ können, wie hat sich eigentlich die Leitung im Sinne der notwendigen Verbesserungen engagiert?

- Wo war das Verantwortungsbewusstsein, die Courage, das Gewissen und das Rückgrat bei so manchem Hauptverantwortlichen angesichts dieser teilweise unmenschlichen Bedingungen?

- Wie kann die Stadt guten Gewissens um Nachwuchs werben oder ihn dann einstellen?

Die Linke erwarte zügige Antworten und entsprechende Veränderungen. „Sollten diese nicht erfolgen, müssen neben stärkerem öffentlichen Druck dann halt auch andere Institutionen von uns eingeschaltet werden.“

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