Lichtkonzept für Christuskirche: Denkmalbehörde legt Veto ein

Es gibt Nachbesserungsbedarf zum Lichtkonzept für die Christuskirche.

Lüdenscheid - Wegen eines zu starken Eingriffs in die Bausubstanz hat die obere Denkmalbehörde in Münster ihr Veto gegen das geplante Lichtkonzept für die Christuskirche eingelegt.

Das teilte Christian Vöcks, städtischer Fachdienstleiter Stadtplanung und Verkehr, am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt, mit. Die Turmhaube ist in einem baulich schlechten Zustand und muss ausgebessert werden.

Wenn dann noch, wie im Lichtkonzept geplant, ein Netz mit Beleuchtungskörpern um den Turm befestigt werde, sei dies in dieser Form nicht tragbar. Die Denkmalbehörde habe auch eine störende Wirkung auf die Geometrie der gesamten Kirche bei Tageslicht bemängelt.

Damit sei keinesfalls die gesamte Lichtinszenierung in Frage gestellt, betonte Vöcks. „Wir haben das dem Büro L-Plan mitgeteilt, und dies erarbeitet eine alternative Beleuchtung.“

Die L-Plan Lighting Design GmbH aus Berlin war Ende des vergangenen Jahres aus einem Lichtwettbewerb, den die Stadt ausgeschrieben hatte, als Sieger hervorgegangen. Acht Entwürfe waren eingegangen, die sich mit Konzepten für die Lichtinszenierung von der Christuskirche und dem Torhaus am alten evangelischen Friedhof an der Mathildenstraße beschäftigt hatten.

Die Jury, die aus Vertretern der Kirchengemeinde, des Friedhofverbandes, Verwaltung, Politik und Lichtplanern bestanden hatte, entschied sich für den Entwurf von L-Plan, weil ihm die Kerze als Symbol zugrunde lag: „Ausgehend von dem Licht als göttliches Symbol, wird die Wirkung des Kerzenlichts großmaßstäblich für die Außeninszenierung der Christuskirche umgesetzt. Die Grundidee wird nachvollziebar aus der christlichen Botschaft hergeleitet“, hieß es in der Begründung. Dies wird in dieser Form eins zu eins nicht mehr umsetzbar sein.

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