Toyota prallt gegen Lkw

Autobahnzubringer Nord: Eine Tote, drei Schwerverletzte

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Um an die schwerstverletzten Personen zu gelangen und sie erstzuversorgen und befreien zu können, schnitt die Feuerwehr das Dach des Toyota mit Hydraulikscheren auf.

[Update 14.55 Uhr] Lüdenscheid - Ein schwerer Verkehrsunfall auf dem Autobahnzubringer bei Lüdenscheid Nord forderte am Montag um 5.20 Uhr ein Todesopfer sowie drei lebensgefährlich Verletzte.

Der Fahrer eines Toyota Avensis war mit seinen drei Beifahrerinnen mit einem Lastzug kollidiert. Den Rettern bot sich in der Morgendämmerung an der Unfallstelle ein grausames Bild. Weit verstreute Trümmerteile zeugten von der enormen Wucht des Zusammenstoßes.

Pkw fährt frontal auf Lkw auf

Mit großem technischen Aufwand und einer zweistündigen Vollsperrung der L692 kämpften die Retter der Lüdenscheider Feuerwehr um das Leben der vier Pkw-Insassen.

Wie die Polizei mitteilt, wollte der Fahrer des Lastzuges, ein 52-Jähriger aus Iserlohn, vom Römerweg aus nach links auf die Landstraße 692 in Richtung Autobahnauffahrten abbiegen. Aus dieser Richtung näherte sich zeitgleich der Toyota.

Dessen Fahrer bemerkte den Lkw offenbar zu spät und fuhr frontal gegen den Lastzug. Dabei prallte er auf die Deichsel. Durch die große Wucht der Kollision schleuderte der Toyota auf die Verkehrsinsel an der Einmündung Römerweg und blieb dort völlig zerstört liegen.

Fahrer eingeklemmt

Von dem Wagen des 77-jährigen Fahrers blieb nach dem Frontalzusammenstoß nur noch ein Schrotthaufen übrig.

Die Feuerwehr, die nach wenigen Minuten eintraf, befreite den 77-jährigen Fahrer. Dazu mussten die Retter das Dach mit einer Hydraulikschere öffnen, weil der Mann eingeklemmt war. Er wurde ebenso wie eine 64-Jährige Insassin ins Klinikum gebracht.

Eine 57-jährige Frau, sie hatte am Montag Geburtstag, musste mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Für eine 66-Jährige kam jede Hilfe zu spät. Sie starb noch am Unfallort. Alle Insassen des Toyota sind aus Iserlohn.

Unfallhergang soll rekonstruiert werden

Die L692 war für etwa drei Stunden gesperrt. Die Polizei stellte den Toyota sicher. Ein Gutachter wird beauftragt, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Denn noch ist den Ermittlern unklar, wer Verursacher der Katastrophe ist – ob der Lastwagenfahrer schlicht nicht aufgepasst hat oder der Toyota-Fahrer gerast ist oder das Fahrlicht nicht angeschaltet hatte. Die Höhe des Sachschadens wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich unter Tel. 9 09 90 bei der Lüdenscheider Polizei zu melden.

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