Mehr Platz für die Fans

„Kultstädte" erweitert Stadtfest-Bereich um ein Zelt

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Klaus Sonnabend, Vorsitzender des Vereins „Kultstädte“.

Lüdenscheid - „Wir sind ja nicht so der Freund von Bierständen“, sagt Klaus Sonnabend, Vorsitzender des Vereins „Kultstädte“. Aber in diesem Jahr müsste man mal eine Ausnahme machen. Und das mit gutem Grund: Das Stadtfest im vergangenen Jahr hat der Verein mit einem ordentlichen Minus in der Kasse abschließen müssen. Regen am Samstagabend, Regen den ganzen Sonntag über, kaum Gäste vor der Kult-Bühne, die der Verein zum Stadtfest seit zehn Jahren betreibt.

„Das hat ja nicht nur geregnet, das hat ja aus Eimern geschüttet. Und dann kommt natürlich keiner“, blickt Sonnabend an diesem sonnendurchfluteten Vormittag zurück. 

In aller Regel greifen die Stadtfestgäste bei den vom Verein angebotenen Cocktails gern zu. Geld, das neben den Zuwendungen von Sponsoren und Förderern das Bespielen einer eigenen Bühne an beiden Tagen überhaupt erst möglich macht: „In diesem Jahr präsentieren wir uns zusammengefasster. Wir haben unseren Platz regengeschützt um ein 30 Quadratmeter großes Zelt vergrößert. Das steht zum Lionsclub hin.“ Auch der Stadtjugendring wird zum Stadtfest am 10. und 11. September in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden sein.

Einmal mehr fährt der nur sieben Mitglieder starke Verein „Kultstädte“ groß auf. Sieben braucht man mindestens, um einen Verein zu gründen, und den wiederum braucht man, um Förderanträge stellen zu können: „Wir wollen aber auch nicht mehr und vor allem die Hemmschwelle zur Vereinsmeierei aufbrechen. Wir sehen uns als Unterstützer von Ideen. Es geht um die Sache und nicht darum, möglichst viele Mitglieder zu haben.“

13 Bands verpflichtet

 13 Bands sind verpflichtet worden – „auf Gage“, wie Sonnabend betont. Alle im Umkreis von maximal 80 Kilometern. Ausgeschrieben wurde die Teilnahme schon im Januar: „Zwischen 300 und 500 Bands bewerben sich, viele auch von weit weg. Aber das machen wir nicht. Wir wollen Lüdenscheider Bands und knapp da drüber hinaus. Die weiteste Anreise hat die Lazarev-Project- Group, die kommen aus Bonn. Die waren letztes Jahr schon da, haben aber Sonntagnachmittag vor ganz wenig Leute im strömenden Regen spielen müssen. Die haben angefragt, ob sie wohl nochmal kommen dürfen.“ 

Bigband-Musik am Sonntagnachmittag

Sonntagnachmittag setzt der Verein um Sonnabend, Ulrike und Ingo Starink auf Bigband-Musik. Zwei Klangkörper kommen aus Iserlohn und Siegen. Ansonsten sei für jeden Musikgeschmack ‘was dabei, ist sich Sonnabend sicher.

Wenngleich der Verein auch nur sieben eingetragene Mitglieder hat, so schart sich doch ein ganzes Heer von Helfern zusammen, die um acht Uhr morgens anrücken, aufbauen, Kaffee kochen oder Limetten schneiden. Sonnabend: „Ist ‘ne lustige Truppe und kann immer Unterstützung gebrauchen. Wer also helfen will – herzlich gern.“

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