Zufriedenes Publikum auch am zweiten Wochenende

„Kult.Park“-Festival: Erneut viel Hörenswertes

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Dem Publikum gefällt die zweite Singer-Songwriter/Comedy-Veranstaltung am Freitagabend.

Lüdenscheid - Mit einer hochklassigen Auswahl an Künstlern konnten die Veranstalter des Kult.Park-Festivals auch am Freitag im Rahmen der zweiten Singer-Songwriter/Comedy-Veranstaltung aufwarten, obwohl einer der Acts des Abends, Joseph Myers, leider abgesagt hatte.

Dennoch wurde im gut besuchten Kulturhauspark viel Hörenswertes geboten. Seine Begrüßung lockerte der Schauspieler und Autor Christian Michael Donat, der wieder die Moderation übernahm und darüber hinaus auch einige eigene und fremde Texte zum Besten gab, mit dem Beitrag „Das Paradies der Deutschen“ von Dietmar Wischmeyer auf, in dem es um der Deutschen heiligstes Gebräu, das frisch gezapfte Bier, ging. Im Laufe des Abends rezitierte der Lüdenscheider darüber hinaus diverse eigene Texte, darunter das Fernsehkritische Werk „Zeit, die uns gegeben“, bei dem das Publikum zwischen weitgehend aberwitzigen Fernsehinhalten mit dem Ausruf „Zapp“ hin- und herswitchen konnte.

Im Anschluss freuten sich die Blueser unter den Musikfans über den Auftritt von Bad Temper Joe. Obwohl der 23-jährige mitnichten ein Südstaaten-Gewächs ist, sondern aus Bielefeld stammt, ist seine Musik, die er überwiegend mit der Weissenborn-Lap-Slide-Gitarre interpretiert, sowohl authentisch als auch hochemotional.

Für Heiterkeit sorgte der Auftritt des Poetry-Slammers Sebastian Hahn, der mit seinem Programm „Allen dicken Menschen steht Leder“ bereits über 500 Auftritte erfolgreich absolviert hat. In seinen amüsanten Texten machte sich der Bremer nicht nur gerne über sich selbst lustig, sondern positionierte sich auch gegen dumme Menschen, die gegen Fremde hetzen oder thematisierte die medizinische Entjungferung, die Wehrpflichtige bei der Musterung über sich ergehen lassen müssen.

Den Zuschauern gefielen die farbenfroh formulierten Texte und Hahn erhielt viel Applaus.

Den Abschluss machte eine neu gegründete Indie-Pop-Band, deren Frontmann der Sänger und Pianist Jann Tholen ist. Der Wahl-Dortmunder trat mit den Musikern Kevin Sedlaczek (Gitarre), Leo Weichert (Bass) und Robert Arnswald (Schlagzeug) an und präsentierte neben Eigenkompositionen wie dem Stück „Hands“, das sich um die Liebe dreht, auch hörenswerte Cover, darunter den Song „Martha“ von Tom Waits’ Album „Closing Time“.

„Newcomer & originale“ heißt das Motto an den Samstagabenden im „Kult.Park“ – dabei gab es diesmal drei Bands zu hören, die sich ihre ersten Sporen bereits verdient haben. Los ging es mit der Formation Area 61 aus Meinerzhagen, die ihre Fans gleich mitgebracht hatte. Zu lautstarkem Punkrock wurde da auch schon mal Pogo auf der Wiese getanzt. Etwas ruhiger, aber nicht weniger tanzbar wurde es anschließende mit der Formation „Lieber Her Meier“. Indie-Pop mit durchaus nachdenklichen Texten auf Deutsch präsentierte das Trio. Den Abschluss machte die Band „Jahm!“ aus dem Ruhrgebiet – auch die Jungs haben sich dem Indie-Pop verschrieben.

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