Fünf Tatorte in Lüdenscheid

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Freuen sich auf die Tatorte in Lüdenscheid : Oliver Straub (Stock), Büchereileiterin Dagmar Plümer und VHS-Leiter Andreas Hostert.

Lüdenscheid - Fünf Tatorte in Lüdenscheid – so viele wie noch nie: Zum fünften Mal ist die Bergstadt ein Teil des Krimifestivals „Mord am Hellweg“, wenngleich auch Lüdenscheid nur mit viel Fantasie am Hellweg liegt. Zu verdanken ist die Teilnahme an Europas größtem Krimifestival der ehemaligen Büchereileiterin Franziska Altenpohl, VHS-Leiter Andreas Hostert und der Affinität zu Krimis, die beide an den Tag legen.

„Wir wollten damals unbedingt mitmachen“, erinnerte sich Hostert im LN-Gespräch an die Anfänge. Zu stemmen sei die Teilnahme inzwischen nur noch mit großer Unterstützung von Sponsoren in der Stadt. Aufgelegt werden konnte in diesem Jahr sogar ein eigener Flyer, der auf die literarischen Tatorte in Lüdenscheid hinweist.

Da wäre zum einen der Stock an der Knapper Straße 50. Dort treffen am Freitag, 23. September, ab 19.30 Uhr zwei Krimiautoren und ein ehemaliger „Tatort“-Kommissar zu einer Gentlemen’s Night aufeinander. Im Mittelpunkt des Romans „Schattebucht“ von Eric Berg steht die Psychologin Ina Bartholdy, die in Erfahrung bringen will, warum die 62-jährige Bäckersfrau Marlene Adamski ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe springt. Gregor Weber ist Schauspieler (ehemals „Tatort“-Kommissar Saarbrücken), Koch und Schriftsteller; sein neuer Thriller heißt „Asphaltseele“. Autor Frank Goldammer, 1975 in Dresden geboren, brachte „Angstmann“ auf den Markt. Die Moderation des Abends hat Jürgen Alberts übernommen.

Lesung und Krimikabarett erwartet die Freunde des Festivals am Donnerstag, 27. Oktober, ab 19.30 im Theater der Sparkasse. Dort tritt Jörg Steinleitner auf und zeigt sein Programm „Die Illuminaten von Lüdenscheid“. Begeistert war er bei seinem Besuch in Lüdenscheid vor allem von dem Sprachgebrauch zwischen „Krüstken“ und „Pilsken“.

Tatorte Nummer drei und vier sind in der Stadtbücherei: Zum einen wird am 8. November ab 19 Uhr im Studio mit „And then there were none“ ein Krimi von Agatha Christie in englischer Sprache gezeigt, zum anderen beginnt am 10. November um 19.30 Uhr die „Istanbul-Nacht im Saal der Bücherei mit Esmahan Aykol und Petros Markaris. Beide sind erfolgreiche Schrifsteller, die literarische Brücken zwischen Kulturen bauen.

Tatort Nummer fünf ist ausverkauft: Der isländische Krimiautor Arnaldur Indridason liest in der Phänomenta. Den deutschen Lesepart übernimmt Fritz Eckenga. Indridason ist für den Europäischen Krimipreis nominiert.

Karten für die anderen Veranstaltungen gibt es bei Thalia im Stern Center, für die Gentlemen’s Night auch im Stock. Im Anschluss an die Lesungen signieren die Autoren ihre Bücher.

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