Werkzeugbau-Institut zieht im Oktober nach Halver

Konzentration auf Kernkompetenzen

Reproduzierbares Lasertexturieren ermöglicht unterschiedliche Oberflächen – auch hier liegt eine Stärke des „wi-swf“.

Lüdenscheid - Das Werkzeugbau-Institut Südwestfalen zieht zwischen Mitte und Ende Oktober vom Freisenberg nach Halver um. Es bleibt weiterhin Außenstelle des Verbandes deutscher Werkzeug- und Formenbauer sowie An-Institut der Fachhochschule Südwestfalen. Für Geschäftsführer Olaf Schmidt birgt der Umzug „die Chance eines Neustarts unter anderen Voraussetzungen“.

Durch den Umzug werde die nun enge Kooperation mit der Firma Escha auch räumlich vollzogen. Das ermögliche dem Werkzeugbau-Institut Südwestfalen („wi-swf“) neben der wirtschaftlichen Stabilität auch neue Perspektiven. Denn ab sofort stünden dem Institut damit auch der gesamte Maschinenpark und das umfangreiche Know-how des hochmodernen Escha-Werkzeugbaus und seiner Mitarbeiter zur Verfügung. Das ist der Inhalt einer Pressemitteilung.

„Das Werkzeugbau-Institut hat eine Zukunft, seine Projekte und Netzwerke bestehen weiter“, das ist für Olaf Schmidt die entscheidende Botschaft nach der Insolvenz. Escha hat bekanntlich rückwirkend zum 1. September wesentliche Vermögenswerte des Werkzeugbau-Instituts übernommen. Dazu teilt Escha mit: „Das ‘wi-swf’ geht gestärkt aus diesem Prozess hervor und kann sich zukünftig vollkommen auf die wissenschaftliche Forschung sowie Förder- und Verbundprojekte konzentrieren.“ Alle Mitarbeiter blieben an Bord.

Dass sich das Institut jetzt ab sofort wieder auf seine Kernkompetenzen fokussieren kann, ist auch für Olaf Schmidt wichtig. Zudem bleibe für die Mitglieder des Trägervereins der ursprüngliche Gründungsgedanke erhalten. Und: „Hierzu wurde bereits damit begonnen, eine Kapazitätsbörse am Institut zu etablieren, um Produktionsmengen und Know-how weiter in der Region Südwestfalen zu halten.“

Für die Firma Escha ist zudem wesentlich, dass durch die wirtschaftliche Stabilisierung des Instituts die bereits erfolgreich begonnenen Kooperationsnetzwerke mit zwanzig mittelständischen Unternehmen der Region fortgeführt werden. Darüber hinaus teilt das Unternehmen mit: „Weitere Netzwerkprojekte zum Thema NE-Metalle sowie F&E-Ansätze in diesen Themenbereichen befinden sich in der Vorbereitung. Es ist geplant, bereits umgesetzte, innovative Projektideen in die Vermarktung zu bringen. Hierzu gehören zum Beispiel ein patentierter Plagiatsschutz-Stempel, reproduzierbares Lasertexturieren und verschiedenen Ansätze zum Thema konturnahe Kühlung in Spritzgießwerkzeugen. In Zukunft wird sich das wi-swf darüber hinaus intensiv mit hybriden Werkstoffen und Themen aus dem Leichtbau befassen. In diesen zukunftsweisenden Bereichen sieht das Institut ein hohes Forschungs- und Entwicklungspotenzial.“

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