Botschaften aus dem Nebel

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Das Kölner N.N. Theater zeigte „Metropolis“ im Kulturhaus.

Lüdenscheid - Die Anleihen an Captain Kirk und sein Raumschiff Enterprise waren unüberhörbar, wenngleich der Raumgleiter am Freitagabend im Kulturhaus eher Ähnlichkeit mit einem Nudelsieb hatte.

Das Ensemble des Kölner N.N. Theaters war wieder zu Gast – und wieder im Kulturhaus statt - wie geplant - auf der Waldbühne. Die Kölner haben den Stummfilm-Klassiker „Metropolis“ für die Bühne umgesetzt. Mit jeder Menge Botschaft von Macht, Intrigen, Unterdrückung und Untergang zwar, aber diesmal mit deutlich weniger skurrilen Einfällen, die den eigentlichen Charme der Theatertruppe ausmachen. Auch die Kulisse der Fritz Lang’schen Unter- und Oberstadt war für das Kölner Straßentheater erstaunlich aufwändig. So zeigten denn Irene Schwarz, Aischa Lina Löbbert, Nils Buchholz und Oliver Schnelker mit der Musik von Bernd Kaftan die Liebesgeschichte vom Luxus-Söhnchen Freder und dem Arbeitermädchen Maria gewohnt schräg und mit blitzschnellen Kostümwechseln. Erfinder Rotwang klonte die gekidnappte Maria zu einer Mensch-Maschine, deren Schrauben allerdings irgendwo locker waren und die den Untergang von Metropolis herauf beschwor. Reichlich Trockeneisnebel – und offenbar auch nicht jedermanns Geschmack. So trat der eine oder andere in der Pause die Flucht aus Metropolis an. Gespielt wird an gleicher Stelle Samstagabend um 20 Uhr noch einmal. Es gibt noch Karten.

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