Sparkasse verteidigt Schließung

Kluse: Proteste erboster Kunden

Dass mit der Sparkassenfiliale Kluse auch der Automatenstandort geschlossen wird, stößt zusätzlich auf Unverständnis.

Lüdenscheid - „Lasst euch nicht alles gefallen“, steht auf dem Flugblatt, mit dem in Geschäften rund um den Kluser Platz zum Protest gegen die Schließung der Sparkassen-Filiale aufgerufen wird; auch Unterschriftenlisten liegen aus. Am Mittwoch stand Vorstand Markus Hacke in der Zweigstelle, in der er seine Ausbildung begonnen hatte, Rede und Antwort.

„Wir gehen dorthin, wo die Leute sind“, argumentierte Hacke gegenüber den Geschäftsleute, den alten und jüngeren Menschen aus dem Viertel, für die der Verlust der Geschäftsstelle viel mehr bedeutet als längere Wege oder den Zwang, ins Internet auszuweichen. „Sie wissen selbst, welcher Magnet der Standort ist“, sagte einer. „Wenn Sie den Standort hier abbauen, dann ist die Kluse bald keine Realität mehr.“

Doch neben Kostendruck und Joberhalt sind für das Institut große Nahversorger die reizvolleren Standorte, „wo auch viel los ist“. Für die Einzelhändler der Kluse könne man sich nicht verantwortlich fühlen, so Hacke, auch wenn’s für die bislang „sehr komfortabel“ gewesen sei. Man bitte um Verständnis: „Wir haben Ihnen lange die Treue gehalten.“ Dr. Hans-Peter Knauer stellte aber fest, „dass keiner hier Verständnis hat“. Eine wütende Kundin ergänzte: „Wer hat hier wem lange die Treue gehalten?“

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