Glanzlichter beim Warteabend

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Veronika Müller spielte Tschaikowsky.

Lüdenscheid - Frische, freche, andere Töne, viele junge Gesichter und ein anderes Ambiente gab’s am Donnerstagabend beim traditionellen „Warten auf das Stadtfest“ im Kulturhaus. Traf man sich in den vergangenen Jahren dicht gedrängt, so zollte das Team des Kulturhauses der Ausbildungsmesse am Vortag Tribut.

Ein Umbau auf Garderobenhalle war in der Kürze der Zeit nicht möglich, so wich man in den Bühnensaal aus. Neben Platz und Luft sehr angenehm: Die Hausband des Warteabends, Funktastic aus der Music-Store-Musikschule, blieb den Abend über mitten im Geschehen auf der Bühne, die jungen Musiker mussten nicht mit dem Seitenplatz vorlieb nehmen. Fulminante Eröffnung mit zehn Trompetern der Musikschule unter der Leitung von Thomas Wurth, und dann kam mit Ulrike Erlhöfer die erste Einzelinterpretin. Sie rezitierte sehr amüsant eigene Gedichte und Neues vom Ehepaar Kunkel aus Kierspe.

Karl-Heinz Blasweiler hatte einmal mehr die Moderation des Abends übernommen und zog die Suche nach einem neuen Kulturhausleiter wie einen roten Faden durch den Kakao. Timothy Kahler, ein alter Bekannte, zeigte verblüffende Kartentricks. Mit Natascha Winter (Gesang) und Daniel Scholl (Gitarre) dann ein Glanzlicht: Aviciis „Addicted to you“. Peter Zimmer schickte das Publikum mit Gedichten aus der Feder von Jörn Heller in die Pause. Zimmer, so erzählte Blasweiler, habe seinerzeit den Anstoß gegeben, einen solchen Kleinkunstabend vor dem Stadtfest ins Leben zu rufen.

Den zweiten Teil eröffnete die junge Geigerin Veronika Müller mit Begleitung von Andrea Ertz am Klavier. Gleich zwei junge Poetry-Slammer gaben ihre Visitenkarten auf der Warte-Bühne ab. Erfrischend und amüsant: Henrik Galla mit einem Text über Fußball, Opa und Roland sowie Sebastian Montes de Oca Weiß, Deutscher mit mexikanischen Wurzeln, mit einem nachdenklich machenden Text. Der Singer/Songwriter Christian Hoeper mit seinem Percussionisten Thomas Jablonka sowie Dieter Heinze und Pete Gere komplettierten das Line-up. Ein warmer Sommerabend, ein volles Haus, ein gut gelauntes Publikum und gute Künstler – besser kann der Warteabend nicht sein. - rudi

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