Angehende Lehrerinnen informieren sich auf der Hohen Steinert

Kirmes-Schule in Lüdenscheid

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Lehramtsanwärterinnen sahen sich auch im Schulfahrzeug um.

Lüdenscheid - Die reisende Schule der Bezirksregierung Arnsberg steht auch in diesem Jahr wieder als Blickfang an prominenter Stelle unmittelbar im Zugang zur Steinert-Kirmes in Lüdenscheid.

Darauf legt Platzmeister Jürgen Linnepe Wert, und die für den Unterricht im Fahrzeug verantwortlichen Bereichslehrkräfte Katrin Wehrmann und Christian Schnellen sind dankbar für diese Unterstützung.

Erstmalig lud die Bezirksregierung Arnsberg nun eine Gruppe angehender Lehrerinnen und Lehrer des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen ein, sich am Fahrzeug über die Beschulung der reisenden Kinder zu informieren.

Alfred Aßmann, der zuständige Dezernent aus Arnsberg, erläuterte den gut 20 Lehramtsanwärterinnen und - Anwärtern die Grundzüge des Bildungssystems für reisende Schüler. Bald schon wurde den Lehrkräften in Ausbildung bewusst, was es für die Kinder und Jugendlichen auf der Reise bedeutet, wöchentlich immer wieder eine andere Stützpunktschule mit immer wieder neuen Lehrkräften und Mitschülern zu besuchen und dabei trotzdem dem Anspruch an das regelmäßige und erfolgreiche Lernen gerecht zu werden.

Schnell klar wurde allerdings auch, dass die angehenden Lehrerinnen und Lehrer sich mit der speziellen schulischen Situation der gut 1000 in NRW reisenden Kinder und Jugendlichen noch nie ernsthaft befasst hatten.

Achim Leonhard, der Leiter des Ausbildungsseminars, räumte ein, dass die Lehrerausbildung die Beschulung der reisenden Kinder und Jugendlichen bislang gar nicht im Blick hatte. Dankbar für diesen Nachmittag vereinbarte er mit dem ebenfalls anwesenden Fachseminarleiter Martin Lässig dass die auf der Kirmes in Lüdenscheid hautnah erlebte Thematik ab sofort fester Bestandteil der Lehrerausbildung im ZfsL werden wird.

Die angehenden Lehrerinnen und Lehrer konnten im Anschluss an den Vortrag und die Diskussion in Kleingruppen an der individuellen Förderung der Kinder im Schulfahrzeug teilhaben. Derweil überbrückte Jürgen Linnepes Ehefrau die Wartezeit der anderen Lehrer mit Rundgängen über die Steinert-Kirmes.

Für Alfred Aßmann steht nun fest, dass in einem nächsten Schritt alle Zentren für Lehrerausbildung im Regierungsbezirk das gleiche Informationsangebot erhalten werden: „Wann kann es besser als in der Ausbildung gelingen, Lehrerinnen und Lehrer für die besondere Situation der reisenden Kinder zu sensibilisieren?“ - aa

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