Logistik als Herausforderung

Katja Kirmizikan verantwortet die Logistik im SPD-Landesvorstand

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Rechtsanwältin Katja Kirmizikan leitet im nordrhein-westfälischen Landesvorstand der SPD die Arbeitsgruppe Logistik.

Lüdenscheid - Smartphones, Schuhe, TV-Geräte, Autoersatzteile und tonnenschwere Maschinenbauteile haben bei aller Unterschiedlichkeit eines gemeinsam: Sie müssen transportiert werden. Ein Blick auf die Straßen zeigt jedem stauerprobten Fahrer die wachsende Bedeutung des Warenverkehrs. Entsprechend hoch wird das Thema Logistik in der Landes-SPD angesiedelt. Aber es geht um weit mehr als um Lastwagen und Lieferfahrzeuge.

Die Lüdenscheider Rechtsanwältin Katja Kirmizikan ist im Landesvorstand der Partei für diesen Bereich zuständig. Dabei führt die Logistik von den Straßen unmittelbar zu allen produzierenden Betrieben. 

Das heißt: Es geht nicht allein um die Steuerung von Güterströmen, sondern auch um die Digitalisierung der Arbeitswelt und ihren weitreichenden Folgen im Zusammenhang mit Industrie 4.0. 

„Mit der zunehmenden Digitalisierung der Unternehmen stehen wir vor gewaltigen Umbrüchen in den Berufsfeldern. Auf diese Veränderungen müssen wir uns bereits heute einstellen, um den Wirtschaftsstandort Südwestfalen für die Zukunft attraktiv zu halten für Betriebe und Beschäftigte“, unterstreicht Kirmizikan.

Vor wenigen Tagen wurde die Juristin mit den Fachgebieten Transport-, Speditions- sowie Arbeitsrecht auf Vorschlag ihres Olper SPD-Kreisverbandes zum zweiten Mal von den Parteitagsdelegierten in den Landesvorstand gewählt. Die Bewerberin für die Bundestagskandidatur für den märkischen Südkreis und den Kreis Olpe leitet für die Genossen auf Landesebene die Arbeitsgruppe Logistik.

Wer dieses Themenfeld auf den Bereich Transport und Lagerung beschränke, greife zu kurz. Die Abläufe innerhalb eines Unternehmens, die Steuerung von Maschinen und die Optimierung von Prozessen bis hin zur Versorgung des Kunden mit Waren gehörten heute zu dem Oberbegriff. Um diese Kette wettbewerbsfähig zu halten, sei eine vernünftige Infrastruktur unerlässlich.

Kirmizikan: „Dazu gehört der Ausbau von Straße und Schiene, eine hohe Attraktivität an Arbeitsplätzen und die Entwicklung von neuen Berufsbildern, um den Menschen hier vor Ort eine Perspektive zu geben. Das ist das A und O für diesen Standort. Nur so lassen sich Unternehmen auf Dauer halten und neue Fachkräfte gewinnen. Eigentlich brauchen wir eine Regionale für die Logistik in Südwestfalen.“ Neben der Qualifizierung der Beschäftigten gelte auch den Ungelernten eine besondere Aufmerksamkeit. „Auch sie dürfen bei dem Wandel, den wir nicht aufhalten können und wollen, zurückfallen.“

Zur Lösung der Herausforderungen braucht es ein Bündnis von Unternehmern, Gewerkschaften, Forschung und Politik. „Das können wir nur gemeinsam stemmen.“

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