Selbsthilfegruppen erhalten rund 57.000 Euro

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Vier Krankenkassen fördern gemeinschaftlich die Basisarbeit von 89 Selbsthilfegruppen im Märkischen Kreis.

Lüdenscheid - Der Verteilerschlüssel ist kompliziert, die Summe daher ausgesprochen krumm: Mit 57 208,93 Euro unterstützen vier Krankenkassen in diesem Jahr 89 kleine und große Selbsthilfegruppen im Märkischen Kreis.

Die Höhe der Summe macht es möglich, dass jede Gruppe einen Pauschalbetrag von – bereits überwiesenen – 500 Euro für Grundkosten wie zum Beispiel Porto, Kopien oder Telefonkosten bekommt. Der Rest kam den Gruppen – nach Größe gestaffelt – ebenfalls zugute.

Für Ralf Jurka (AOK Nordwest) war es „eine sehr, sehr wichtige und gute Ausgabe“, wie er bei einem Treffen mit den anderen Krankenkassenvertretern und Mitgliedern einiger Selbsthilfegruppen betonte. Dass sich vier Kassen zusammengeschlossen hätten, um gemeinsam die so wichtige Selbsthilfearbeit zu unterstützen, sei nicht selbstverständlich. 

Neben der AOK, die in diesem Jahr federführend ist, gehören die Barmer GEK, die DAK und die IKK classic sowie Vertreter der Selbsthilfekontaktstelle Lüdenscheid der „Fördergemeinschaft Selbsthilfe im Märkischen Kreis“ an. Dieses Gremium entschied über die Verteilung der Fördermittel. 98 Anträge waren eingegangen, einige habe man aus formalen Gründen nicht berücksichtigen können.

Mancher Betroffene werde erst durch die Gruppe gut informiert, stellte Jurka in Bezug auf die in seinen Augen unverzichtbare Selbsthilfearbeit fest. Ärzte könnten diese Arbeit schon aus Zeitgründen häufig gar nicht mehr leisten. Um so wichtiger sei Unterstützung. „Wir hatten gar nicht mit so viel Geld gerechnet“, sagte beispielsweise Josef Küppers vom Blindenverein Lüdenscheid. Gerade kleinen Gruppen helfe das sehr.

Zusätzlich dazu fördern die Krankenkassen einzelne Projekte von Selbsthilfegruppen. Sie zahlen Referenten oder Informationsveranstaltungen. Diese Förderung müsste allerdings beantragt werden – in diesem Jahr bei der AOK.

Andreas Teschner vom Selbsthilfezentrum wies in dem Zusammenhang auf den Selbsthilfetag am 1. Oktober hin. Dann geben rund 20 Gruppen im Bürgerforum wieder Einblick in den Alltag mit Krankheit oder Behinderung, in Aufklärungsarbeit und Hürden.

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