53 Bewerbungen für den Kulturhausleiter in Lüdenscheid

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Für Stefan Weippert war’s am Donnerstagabend das letzte „Warten auf das Stadtfest“.

Lüdenscheid - Durchgearbeitet durch alle hat sich Kulturdezernent Thomas Ruschin: 53 Bewerbungen lagen bis zum Stichtag Anfang September vor. Es seien „sehr interessante Menschen dabei gewesen“, resümierte er im LN-Gespräch.

Doch nur sechs von ihnen werden’s bis in den nächsten Kulturausschuss schaffen. „Das liegt nicht daran, dass die Bewerber vielleicht nicht gut genug sind“, betont Ruschin. Aber die Anforderungen an den neuen Kulturhausleiter sind hoch: Spielplan und Strategieentwicklung, neue Konzepte, kreative Weiterentwicklung des Hauses, Teamleitung, betriebswirtschaftliches Arbeiten, die Bereitsschaft zu flexiblen Arbeitszeiten abends und am Wochenende, Sensibilität für kulturell-gesellschaftliche Belange und Verhandlungsgeschick muss der Bewerber mitbringen. Aber auch ein hohes Maß an kommunikativer Fähigkeit, Belastbarkeit, ein Hochschulstudium, mehrjährige Berufs- und Marketingerfahrung sind gefordert.

Nun sind die Bewerbungen sortiert, eine Bestandsaufnahme wird gemacht, und danach werden „ein halbes Dutzend Bewerber“, wie Ruschin sagt, am 22. September in der Kulturausschuss-Sitzung vorgestellt. Man hofft darauf, dass der Kulturausschuss die Auswahl noch einmal dezimiert, danach entscheidet der Hauptausschuss.

Gestern wurden die Unterlagen der ausgesuchten Bewerber dem politischen Raum vorgestellt. Bei der Besetzung einer Führungsposition ist gemäß der städtischen Hauptsatzung, so Kämmerer Karl-Heinz Blasweiler, vorgesehen, dass nicht nur die Stadt als Arbeitgeber, sondern auch der politische Raum beteiligt wird. Genauer überprüft werden auch noch die jeweiligen Angaben der Bewerber, vor allem bei internationalen Tätigkeiten.

Das Arbeitsverhältnis von Stefan Weippert laufe gemäß des Vertrages spätestens zum 31. Dezember aus, so Blasweiler. Ein früherer Wechsel sei seiner Einschätzung nach eher unwahrscheinlich, zumal der neue Kulturhausleiter ja möglicherweise selbst noch Kündigungsfristen einzuhalten habe. „Es sei denn“, so Blasweiler weiter, „der Bewerber ist derzeit arbeitslos. Das muss auch in dieser Branche überhaupt nichts über die Qualität aussagen, Kultur ist in Bewegung.“

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