Umweltbeirat: „Kahlschlag um Villa eine Katastrophe“

„Eine Katastrophe“ nennt der Christdemokrat Peter Arens die Baumfällaktion rund um die Humboldt-Villa, die die Rotarier zu einem Treffpunkt für die Wirtschaft machen wollen.

LÜDENSCHEID - Viele Bäume sind verschwunden aus dem Stadtbild oder sollen noch gefällt werden – sei es an der Parkstraße, im Rosengarten, an der Humboldtstraße oder am Museum.

„Sicherlich gibt es dafür zum größten Teil nachvollziehbare Gründe, aber es ist schon eine bedauerliche Entwicklung“, meinte Friedhelm Teutenberg in der jüngsten Sitzung des Umweltbeirates. „Eine Katastrophe“ nannte Peter Arens (CDU) die Baumfällaktion rund um die Humboldt-Villa, wo die Rotarier einen Treffpunkt für die Wirtschaft einrichten. Auch Erzieherinnen aus dem benachbarten Spiel- und Kindernest hatten den „Kahlschlag“ in einem Leserbrief an die LN scharf kritisiert. Eine Baumschutzsatzung, die dem unter Umständen einen Riegel vorgeschoben hätte, gibt es in Lüdenscheid indes schon seit sehr vielen Jahren nicht mehr.

Schon vor mehr als zehn Jahren hatte der Umweltbeirat dennoch den Schutz stadtbildprägender Bäume gefordert und Verhandlungen mit Eigentümern vorgeschlagen. Damit seien aber Beschneidungen vorhandener Baurechte verbunden, die eventuell Entschädigungsverpflichtungen auslösen, hatte damals die Stadt erklärt. Der Naturschutzbund „Mittleres Volmetal“ hatte 2011 im Umweltbeirat die Wiedereinführung einer Baumschutzsatzung beantragt. Hans Jürgen Badziura, Fachdienstleiter Umweltschutz und Freiraum, verteilte am Dienstag eine Musterbaumschutzsatzung des Deutschen Städttages, mit der sich die Mitglieder des Umweltbeirats nun beschäftigen wollen. - Martin Messy

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