Juniorwahl 2013: Klarer SPD-Sieg am BGL

Präsentierten stellvertretend für die neunten Klassen das Ergebnis der Juniorwahl am BGL (v.l.n.r.): Julian Ravindran, Sofie Waimann, Charlotte Raithel, Lara Heinen, Politiklehrer Joachim Schumacher und Linda Schmermbeck.
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Präsentierten stellvertretend für die neunten Klassen das Ergebnis der Juniorwahl am BGL (v.l.n.r.): Julian Ravindran, Sofie Waimann, Charlotte Raithel, Lara Heinen, Politiklehrer Joachim Schumacher und Linda Schmermbeck.

Lüdenscheid - Mehr als 500.000 Schülerinnen und Schüler haben an der mittlerweile sechsten bundesweiten Juniorwahl zum Deutschen Bundestag teilgenommen – darunter 116 Jugendliche vom Bergstadt-Gymnasium Lüdenscheid (BGL). Ihr Fazit: „Es war sehr interessant und wirkte richtig echt.“

Beachten Sie zum Thema auch unsere Berichterstattung hier im Bundestagswahl-Ressort!

Dies erklärten stellvertretend für alle Teilnehmer des neunten Jahrgangs am BGL Klassensprecher Julian Ravindran, stellvertretende Klassensprecherin Charlotte Raithel, Sofie Waimann, Lara Heinen und Linda Schmermbeck. Gemeinsam mit Joachim Schumacher – einer von drei Politiklehrern, die das Projekt betreuten – präsentierten sie das Wahlergebnis an der Schule, das deutlich vom Bund-Ergebnis der Juniorwahl und auch vom tatsächlichen Ergebnis der „echten“ Bundestagswahl am 22. September abwich.

So kamen CDU/CSU am BGL auf 27,6 Prozent (Juniorwahl gesamt: 26,2%, echte Bundestagswahl: 41,5%), SPD auf 36,2% (22,2%, 25,7%), FDP auf 6,9% (5,7%, 4,8%), Linke auf 2,6% (6,2%, 8,6%), Grüne auf 14,7 (16,6%, 8,4%), Piraten auf 6,0% (12,2%, 2,2%) und Sonstige auf 6,0% (10,9%, 8,8%).

Nach den Sommerferien begann im Politikunterricht die intensive Vorbereitung auf die Juniorwahl, die parallel zur Bundestagswahl in der Woche vor dem Wahltermin am 22. September lief. „Das war alles sehr realistisch“, erzählen die Schüler. Es gab wie bei der richtigen Wahl Wahlbenachrichtigungen, Wahlkabinen und auch Wahlzettel, die allerdings aus rechtlichen Gründen kleiner waren als die echten. „Bei der Wahl in der Schule, bei der die Klassensprecher als Wahlvorstände eingesetzt wurden, mussten die Schüler auch ihre Personalausweise vorzeigen“, sagte Schumacher. Und am Wahlsonntag konnte abends auch das Ergebnis der Juniorwahl online abgerufen werden.

Welche Partei für die jungen Leute das beste Programm bot, konnten die Schüler bei einem eigens auf die Juniorwahl zugeschnittenen „Wahl-O-Mat“ mit zehn Fragen ermitteln. Da ging es unter anderem um Tempolimit, Mindestlohn, höheres Kindergeld und das Verbot von Tierversuchen. „Die Schwerpunkte musste natürlich jeder für sich selbst setzten“, erklärten die Schüler.

Die Vorbereitung im Unterricht und die realistische Simulation der Wahl werteten sie als wichtige Erfahrung. Und für die fünf BGL-Schülerinnen und -Schüler steht fest, dass sie in jedem Fall auch real wählen gehen, wenn sie alt genug sind. Das gelte ihrer Einschätzung nach auch für die meisten der anderen Juniorwähler. - wok

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