Auf Facebook als „Hitler Jugend“ bezeichnet

Junge Union empört über SPD-Post

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Lüdenscheid - „Hat die Hitler Jugend (JU) Lüdenscheid nichts Besseres zu tun, als Menschen persönlich anzugreifen, die sich ehrenamtlich engagieren? Was tut ihr denn bitte für die Beschäftigten in der Region? Ihr seid eine Schande!“ Diese Äußerung des Iserlohner Ratsherrn und Vorsitzenden der SPD Iserlohn Nordwest, Clemens Bien, hat für Empörung in den Reihen der Jungen Union Lüdenscheid gesorgt.

Dies sei eine abnorme und unter demokratischen Maßstäben nicht mehr hinnehmbare Verunglimpfung, erklärte JU-Vorsitzender Lucas Karich. Der Kreisverband erstatte Anzeige gegen Bien.

„Allerdings ist für die Junge Union nicht nur die beleidigend Verunglimpfung durch Herrn Bien inakzeptabel, sondern auch die Solidarisierung mehrerer SPD-Mitglieder mit einer solchen Aussage. So wurde dieser beleidigende Post unter anderem vom Vorsitzenden der Jusos Lüdenscheid, Dominik Hass, sowie von Christin Spangenberg, der 2. stellvertretenden Vorsitzenden des Personalrats der Stadt Lüdenscheid, mit ,Gefällt mir’ markiert, weshalb die Junge Union Lüdenscheid die Betroffenen auffordert, sich öffentlich von Aussagen dieser Art zu distanzieren“, fordert Karich.

Das taten die beiden auf LN- Anfrage. „Das ist bei mir aus der ersten Aufregung heraus passiert und ist nicht in Ordnung. Ich entschuldige mich dafür“, sagte Christin Spangenberg. Dominik Hass erklärte: „Ich distanziere mich von dieser Äußerung. Das geschah im Eifer des Gefechts.“ Allerdings habe es im Vorfeld auch provozierende Äußerungen von der Jungen Union gegeben. „Ich habe zum Beispiel keinen linken Hass verharmlost“, fügte er hinzu.

Aufhänger der gegenseitigen Beschuldigungen war die Kundgebung zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit. „Jeder Extremist ist Mist! Das betrifft auch die ,traditionelle’ linke Gewalt zum 1. Mai“, hatte Hass gepostet. Der Iserlohner Clemens Bien hatte darauf mit einem Posting geantwortet, das an drei junge Berliner aus der CDU erinnerte, die den Nationalsozialismus und Auschwitz verharmlost hatten. Dies liegt allerdings bereits elf Jahre zurück. Die Betroffenen hatten sich längst dafür entschuldigt.

„Die Junge Union bemüht sich um die politische Bildung und die Aktivierung der jungen Generation, und in dieser Funktion wird sie auch weiterhin öffentlich gegen Extremismus jeder Art einstehen“, betonte JU-Vorsitzender Lucas Karich.

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