Installation im Kunstpalast

Gut viereinhalb Meter hoch ist die Installation „Das Randall“, die im Düsseldorfer Kunstpalast gezeigt wird.

Lüdenscheid - Als jüngste Künstlerin wurde die gebürtige Lüdenscheiderin Julia Gruner (31) eingeladen, eine ihrer Arbeiten im Düsseldorfer Museum Kunstpalast für die Ausstellung „Hinter dem Vorhang. Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance“ zu präsentieren – und dies gemeinsam mit so renommierten Künstlern wie Gerhard Richter und Christo.

Vom 1. Oktober bis zum 22. Januar 2017 will die Ausstellung den Bogen spannen von Tizians 1558 gemalten „Porträt des Kardinals Filippo Archinto“ bis hin zur zeitgenössischen Kunst. Unter den Leihgaben aus internationalen Museen und Privatsammlungen befinden sich auch Werke von Lucas Cranach dem Älteren, El Greco, Jacopo Tintoretto, Arnold Böcklin, Robert Delaunay und Max Beckmann.

Julia Gruner, die soeben den Kunstpreis der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit gewann, ist mit ihrer Arbeit „Das Randall” vertreten. Die viereinhalb Meter hohe Installation eines faltenwerfenden Vorhangs besteht komplett aus Acryl-Farbe.

Eingeladen wurde die in Köln lebende Lüdenscheiderin vom Kunstpalast-Generaldirektor Beat Wismer, der die Epochen und Gattungen übergreifende Ausstellung gemeinsam mit Claudia Blümle, Professorin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, kuratiert. In verschiedenen Themenbereichen sollen die Ambivalenz und der Reiz von Verstecken und Sichtbarmachen sowie das sinnliche Verhältnis von bildender Kunst und Wahrnehmung verdeutlicht werden. Julia Gruner besuchte das Bergstadt-Gymnasium und studierte an der Kunstakademie Düsseldorf. Sie ist Meisterschülerin von Prof. Katharina Grosse. Im Dezember 2015 wurde sie mit dem Förderpreis für bildende Kunst der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. In diesem Jahr erhielt sie den Lehmkul-Preis des Rotary-Clubs Köln-Ville. Sie lebt und arbeitet im Atelier „Quartier am Hafen“ im Stadtteil Poll.

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