SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Crone zu Gast im „Knast“

Jugend und Integration: Viele Wünsche

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Im Jugendtreff „Knast“ informierte sich Petra Crone (SPD-MdB, Mitte) über den Alltag, die Probleme und den Finanzbedarf des Awo-Jugendmigrationsdienstes (JMD).

Lüdenscheid - „Ich werde kämpfen für das Geld“, mehr konnte Petra Crone am Montag nicht versprechen. Auf der Wunschliste stehen noch für 2016 allein zehn Millionen Euro mehr für die Jugendmigrationsdienste; bisher stehen 42,6 Millionen im Haushaltsplan des Bundes. Die SPD-Bundestagsabgeordnete informierte sich im Rahmen von Awo-Aktionstagen im Jugendtreff „Knast“ am Buckesfeld über die Arbeit mit jungen Menschen aus unsicheren Herkunftsländern wie Somalia, Syrien, Eritrea, Irak und Iran. Die haben eine gute Bleibeperspektive und dürfen daher an speziellen Jugendintegrationskursen teilnehmen.

„Von mehr Geld hängt eine halbe Stelle ab“, erläuterte Susanne Jakoby, Awo-Betriebsleiterin für Bildung, Beruf und Integration.

Wie wichtig eine verlässliche Finanzierung angesichts steigener Zuwandererzahlen ist, machten Awo-Mitarbeiter deutlich. Die besonderen Herausforderungen bei der Arbeit mit jungen Migranten, die Notwendigkeit der engeren Vernetzung mit Schulen und Berufskollegs, der unterschiedliche Bildungsgrad und der Schwerpunkt Spracherwerb sowie Erstberatung und die Lotsenfunktion vor allem für junge Leute, aber eben auch für deren Eltern – diese und andere Stichworte sprachen Alen Piric und Claudia Vogel bei der Vorstellung der Arbeitsbereiche an.

Bei Petra Crone stießen sie auf offene Ohren. Sie hätte vor ihrer Wahl in den Bundestag jahrelang ehrenamtlich in der Flüchtlingsberatung gearbeitet, wie sie erzählte: „Ich kenne die Arbeit und die Strukturen sehr gut.“

Um eben diese Strukturen ging es Meinolf Remmert, Awo-Teamleiter Migration. Denn die Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz BAMF genannt, sei nicht immer reibungslos. „Im 6. Jahr haben wir den 5. regionalen Berater für den MK. Und jeder macht’s anders. Eine einzige Katastrophe“, ärgerte er sich. Claudia Vogel ergänzte: „Die Entscheidungen sind nicht immer ganz transparent. Ich würde mir Ansprechpartner wünschen, wo man schnell nachfragen kann.“

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