Mord am Nationaltheater

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Arnaldur Indridason ist für den Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet.

Lüdenscheid - Zum fünften Mal lobt das Festival „Mord am Hellweg“ in diesem Jahr den Europäischen Preis für Kriminalliteratur aus. Der Preis ist dotiert mit 11 111 Euro. Damit wird ein lebender Autor der Gegenwart ausgezeichnet, dessen Werk für das Genre „Krimi/Thriller“ europäische Bedeutung hat. Nominiert sind in diesem Jahr Sebastian Fitzek (Deutschland), Arnaldur Indridason (Island), Jo Nesbø (Norwegen) und Ingrid Noll (Deutschland). Einer dieser Autoren reiht sich ein in die Reihe der bisherigen Preisträger Henning Mankell, Håkan Nesser, Fred Vargas und Jussi-Adler Olsen.

Von der Qualität der Literatur können sich Lüdenscheids Bücherfreunde selbst überzeugen. Denn mit dem isländischen Star-Autoren Arnaldur Indridason ist am 1. November im Rahmen des Festivals eine literarische Krimi-Größe zu Gast in der Bergstadt. Zu Recht ist die heimische Volkshochschule, die vor Ort mit zu den Organisatoren des Krimi-Festivals gehört, stolz auf den Besuch Arnaldur Indridasons, kommt er doch nur sehr selten zu Lesungen nach Deutschland.

Der Krimiautor, Journalist und Filmkritiker schuf in seiner Romanwelt Erlendur Sveinsson und seine Kollegen der Kripo Reykjavík. Mit dem Titel „Nordermoor“ gelang ihm der Durchbruch. Die Kriminalfälle spielen häufig in der Vergangenheit, und die Geschichte Islands wird dem Leser nähergebracht, studierte der Autor doch Geschichte an der University of Iceland. Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane.

1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Arnaldur Indridason ist heute der erfolgreichste Krimiautor Islands.

Nach Lüdenscheid – Ort der Lesung wird die Phänomenta sein – bringt der Isländer neben dem deutschen „Vorleser“ seinen neue Roman „Schattenwege“ mit.

Die Geschichte spielt in mehreren zeitlichen Handlungssträngen. In der Gegenwart finden zwei Polizisten die Leiche eines alten Mannes in seiner Wohnung. Der pensionierte Polizist Konrá interessiert sich für den Fall und beginnt zu recherchieren. Parallel dazu werden Ereignisse aus dem Jahr 1944 erzählt. Eine junge Frau ist ermordet am Nationaltheater aufgefunden wurden. Das persönliche Interesse von Konrá ist nicht nur berufsbedingt. Er ist selber in den Fall involviert. Karten gibt es ab sofort für 18,90 Euro bei Thalia im Stern Center.

Jörg Steinleitner ist der zweite Autor, den es zum „Mord am Hellweg“ nach Lüdenscheid zieht. Sein Krimi über Lüdenscheid ist Teil der neuen Anthologie „Mord am Hellweg“. In der Bergstadt zu Gast sein wird der Autor im Oktober mit einer Lesung im Sparkassentheater am Sauerfeld. Bereits Ende letzten Jahres nutzte der Bayer die Gunst der Stunde und erkundete bei einem Besuch in Lüdenscheid gemeinsam mit Andreas Hostert (VHS), Kulturmanager Stefan Frenz, Dagmar Plümer (Stadtbücherei) und Herbert Korr („Mord am Hellweg“) die Lüdenscheider Altstadt, um sich ein Bild von den Örtlichkeiten zu machen, zwischen denen er literarisch mordet. Der Auftritt des Autors im Sparkassentheater am 27. Oktober wird eine kabarettistische Krimilesung werden. Zu Lüdenscheid hat der bayerische Schriftsteller bereits Verbindungen aus früheren Jahren, er sei hier mal aufgetreten. Auch hier gibt es bereits Karten in der Buchhandlung Thalia. Sie kosten 14,90 Euro (ermäßigt 12,90 Euro), an der Abendkasse 18 Euro.

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