Intelligente Bücherregale in der Stadtbücherei

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Dagmar Plümer stellte die Neuerungen in der Stadtbücherei vor.

Lüdenscheid - Es ist geschafft: Alle rund 100 000 Medien der Stadtbücherei sind von dem rund 20-köpfigen Team mit einem Funketikett versehen worden. Die intelligenten Bücherregale haben die Techniker installiert, ebenso die Ausleihstationen. Die Empfangstheke direkt gegenüber dem Eingang am Graf-Engelbert-Platz steht ebenfalls. Ab Dienstag werden sich die Nutzer der Stadtbücherei nach sechswöchiger Pause ein Bild davon machen können.

Stadtbücherei-Leiterin Dagmar Plümer demonstrierte am Freitag, wie sich Rückgabe und Ausleihe nun dank der sogenannten RFID-Technologie unkompliziert per Selbstbedienung abspielen. „Zuvor möchte ich allen Fachdiensten für die erstklassige Teamarbeit danken. Das war schon eins A, wie alle Beteiligten Hand in Hand gearbeitet haben.“ Wenn die Nutzer am Dienstag wieder die Angebote wahrnehmen, wird ihnen zunächst die komplett neugestaltete Eingangshalle auffallen, bevor ihr Blick auf die intelligenten Bücherregale auf der linken Seite fällt. Dort, wo sonst zwei Mitarbeiterinnen die Medien entgegennahmen, stellen die Nutzer ihr Buch, ihre CD oder DVD einfach ins Regal und an einem Display wird der Titel angezeigt. Die Umstellung auf RFID (Radio Frequence Identification) macht’s möglich. In einem Aufkleber in dem jeweiligen Medium verbirgt sich eine Metallantenne, die Daten wie Ausleihe und Rückgabe speichert. Sensoren im Regal registrieren die Daten und führen sie in die Datenbank der Bücherei zurück. An den Ausleihstellen, eine gibt es auch in der Kinderbücherei, funktioniert es ähnlich. Hier muss sich der Nutzer aber mit seinem Leseausweis identifizieren. Legt er seine Wunschmedien auf den Tisch, werden sie gescannt und auf dem Bildschirm darüber mit der jeweiligen Gebühr angezeigt. Unterm Strich gebe es jetzt sechs Verbuchungsplätze statt wie zuvor zwei.

Die beiden Stellen, die vorher bei der Rückgabe besetzt waren, fallen übrigens nicht weg, wie Dagmar Plümer betonte: „Der Empfang am Service ist mit zwei Mitarbeiterinnen besetzt, die sich jetzt nach der vorher verwaltungstechnischen Arbeit mehr um die Beantwortung inhaltlicher Fragen kümmern werden. Die Präsenz fürs Publikum ist intensiver.“ Die Umstrukturierung mit veränderten Aufgabenfeldern tue dem gesamten Team gut.

Rund 150 000 Euro kostet die Umstellung, 80 Prozent davon kommen aus einem Förderprojekt des Landes. Die baulichen Maßnahmen in Höhe von 55 000 Euro übernahm die Stadt. Zugänglich ist die Stadtbücherei zudem jetzt auch von der Corneliusstraße aus.

Gestern überzeugten sich Vertreter aller Fachdienste von den Neuerungen. Die Feuerprobe steht am Dienstag an. Nach der sechswöchigen Pause erwartet Dagmar Plümer „eine Lawine“.

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