Städtische Stabsstelle vor Ort

Integrationszentrum am Schöneck nimmt Form an

+
Informierten über die Einquartierung des Integrationszentrums in der ehemaligen Grundschule Schöneck: Patricia Stahlschmidt, Cornelia Kohle, Laura Lagrave, Peter Meltzer von der Zentralen Gebäudewirtschaft und Thomas Ruschin (von links).

Lüdenscheid - Der erste Schritt zur Etablierung des geplanten Integrationszentrums an der Parkstraße 158 ist gemacht: Seit Anfang der Woche sitzt Patricia Stahlschmidt von der städtischen Stabsstelle Integration in einem frisch renovierten Trakt der ehemaligen Grundschule Schöneck. Gemeinsam mit ihr sind die Sozialpädagoginnen Laura Lagrave und Cornelia Kohle in den Komplex eingezogen. In den neuen Büros ist das Trio künftig für die Beratung von Flüchtlingen zuständig.

Anders als Stahlschmidt wurden Lagrave und Kohle erst unlängst von der Stadtverwaltung eingestellt – sie gehören zu den neuen Kräften, die angesichts des Flüchtlingszuzugs nach Lüdenscheid benötigt werden. Zur Erinnerung: Die Stadt will die Grundschule Schöneck zu einem Integrationszentrum umfunktionieren, zu einem „Haus der Begegnung“, wie es Thomas Ruschin, Leiter des städtischen Fachbereichs Bürgerservice und Soziale Hilfen, formuliert. Bedarf für eine derartige Institution gebe es trotz des momentan rückläufigen Flüchtlingsstroms nach Deutschland auf jeden Fall. Erstens, so die Argumentation von Ruschin, weil sich in der Stadt Flüchtlinge mit guten Bleibe-Perspektiven aufhalten. Und weil zweitens niemand die Entwicklung künftiger Flüchtlingsbewegungen sicher prognostizieren könne.

Das Integrationszentrum soll in Zukunft auf insgesamt rund 400 Quadratmetern Fläche unterschiedliche Nutzungen ermöglichen. Angepeilt sind dabei etwa Aufenhaltsräume für Flüchtlinge und ausländische Vereine und vor allem auch die Durchführung von Sprach- und Integrationskursen. Die Volkshochschule und die Arbeiterwohlfahrt sind dabei als Mietpartner angedacht. Eng kooperiert werden soll auch mit der Flüchtlingsinitiative Lüdenscheid. Die soll später in dem Komplex auch eine Fahrradwerkstatt betreiben. Derzeit bringen Aktive der Initiative noch in einer Garage neben dem Gebäude gespendete Fahrräder für Flüchtlinge auf Vordermann.

All das setzt noch diverse Baumaßnahmen in dem Gebäude voraus. Thomas Ruschin skizziert den Aufbau des Integrationszentrums wie folgt: „Es wird nicht eine große Eröffnung geben, sondern mehrere Eröffungsschritte.“ Der erste davon ist nun der besagte Einzug von Stahlschmidt, Lagrave und Kohle.

Den Trakt, in dem die Fachfrauen künftig arbeiten, hat die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt in den vergangenen Wochen hergerichtet. Es riecht noch nach frischen Anstrichen und neuen Bodenbelägen. Für die Zukunft sind feste Sprechstunden für Flüchtlinge geplant. Der Schuleinstieg von Flüchtlingskindern wird dabei nur eines von vielen Themen sein.

Auch derzeit allerdings führen Stahlschmidt und ihre Kolleginnen bereits Gespräche mit Flüchtlingen. Dabei geht es auch darum, wie sich Flüchtlinge gegenseitig bei der Integration helfen können. Außerdem hat sich, wie Patricia Stahlschmidt weiß, inzwischen eine Gruppe von Flüchtlingen formiert, die mehr Kontakt zur Lüdenscheider Bevölkerung anstrebt. Dazu ist auch ein Facebook-Auftritt im Gespräch.

Einen konkreten Nutzen aus dem Integrationszentrum können Flüchtlinge quasi ab sofort ziehen – auf dem altem Schul-Sportplatz dürfen sie Fußball spielen. Nur das mittlerweile recht kräftig wuchernde Unkraut müssen sie zuvor noch jäten.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare