Inklusives Sportfest am Honsel

+
Wer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, muss viele Hindernisse – hier nachgestellt mit einer Rampe – im Alltag meistern können.

Lüdenscheid - Es ist gar nicht so einfach, mit einem Rollstuhl über eine Rampe zu fahren und zwischen Hütchen zu manövrieren – zumindest dann, wenn man nicht auf den Rollstuhl angewiesen ist. Der Geschicklichkeitsparcours war nur eine von vielen Stationen, die am Samstag im Rahmen des inklusiven Turnfestes vom LTV 61 und der Lebenshilfe Lüdenscheid auf dem Sportplatz Honsel aufgebaut worden war.

Es war das erste inklusive Sportfest dieser Art, das die beiden Institutionen gemeinsam auf die Beine gestellt hatten. „Wir wollten der Inklusion Leben einhauchen und sie für alle erlebbar machen“, formulierte Bernd Michels, zweiter Vorsitzender des LTV, die Idee der Veranstaltung. Der Lüdenscheider Sportverein und die Lebenshilfe kooperieren bereits seit längerem miteinander. 

So finden regelmäßig Sportangebote statt, bei denen behinderte und nicht-behinderte Menschen gemeinsam ihrem Hobby nachgehen. Und solche Gemeinschaftsaktionen wurden auch am vergangenen Samstag auf dem weitläufigen Gelände des LTV angeboten. Neben dem besagten Rollstuhlparcours gab es Tennis, Breakdance, Cheerleading und Fußball sowie Basketball und einen Bewegungsparcours.

Eine Kinderecke mit Spielmobil und Kinderschminken sowie ein ausreichend großes Angebot an Speisen und Getränken rundete das Fest ab. Dass die Veranstalter bis auf ein paar Tropfen von Schauer und Gewitter verschont blieben, führte am Ende des Tages nicht nur zu einer durchweg positiven Resonanz seitens der Veranstalter, sondern zudem zu erfreulichen 600 Gästen, die über den Tag verteilt zum inklusiven Sportfest kamen.

„Wir würden uns freuen, die Veranstaltung im Lüdenscheider Terminkalender etablieren zu können und planen bereits jetzt eine Wiederholung im kommenden Jahr“, verriet Michels. Man wolle in die Fußstapfen ähnlicher etablierter Großveranstaltungen treten und könne sich vorstellen, das Fest von nun an immer am Fronleichnams-Wochenende stattfinden zu lassen. Michels: „Inklusion funktioniert nur inmitten des öffentlichen Lebens.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare