Gute Zusammenarbeit zwischen Händler und Stadt

Hoffen auf Signalwirkung

Der Kleine Sternplatz hat Potenzial, findet Oliver Scherff, der mit neuem, klarem Konzept vorangeht. Er will die Fläche beleben.

Lüdenscheid - Anfangs wollte er nur etwas Kosmetik betreiben und ein paar Kleinigkeiten an der Internetseite verändern. Am Ende wurde daraus eine umfangreiche Schönheitsoperation des Feinkost-Geschäftes Papageno am Kleinen Sternplatz.

Für Einzelhändler Oliver Scherff, seinen Marketing-Berater Willi Denecke und Stadtplanerin Martina Baumast ist die Umgestaltung nach innen und außen beispielhaft gut gelungen.

Die Veränderungen, insbesondere die Fassadengestaltung, erfolgten in enger Abstimmung mit der Stadt, mit Martin Bärwolf (Fachbereichsleiter Planen und Bauen) und Stadtplanerin Dagmar Däumer. Beide waren bei der Vorstellung der Ergebnisse verhindert, ließen aber über Willi Denecke ausrichten: „Herr Bärwolf will Papageno als Beispiel im Bauausschuss vorstellen, was im konstruktiven Dialog mit der Stadt alles möglich ist.“ Und: „Die Stadt sieht das als exzellentes Ergebnis unter Einhaltung der Gestaltungssatzung.“

Langfristig erhoffe man sich natürlich eine Signalwirkung für den kleinen, zentralen Platz und die verbindende Sterngasse, sagten die Vorreiter. Hier könnten noch Balkone und Vordächer gereinigt werden, dort Mülltonnen in der Versenkung verschwinden. Eine Raucherecke stört und das „Durchfahrt verboten“-Schild sowieso. Für die große Fassadenfläche, die auf den Platz herunterblickt, gebe es eine Idee von Martin Bärwolf, der gerne einen Street-Art-Künstler für die Gestaltung gewinnen würde. Auch Wandkunst könne Kunden auf den Kleinen Sternplatz locken, eine Wohlfühl-Atmosphäre schaffen. Denn das sei natürlich erklärtes Ziel, bekräftigt Oliver Scherff: Alle Maßnahmen seien darauf ausgerichtet, mehr Kunden in den Laden zu bringen. Es müsse sich rechnen.

Gemäß der neu formulierten Philosophie, Lebensfreude zu vermitteln, und um den modernisierten Auftritt zu feiern, lädt der Fachhändler für Samstag ab 11 Uhr zu einem ersten Papageno-Treff ein. Das solle sich dann zu einem Feierabend-Markt, vorzugsweise donnerstags, entwickeln. Die Idee stamme aus den Arbeitskreisen der Visionäre, betonte Willi Denecke. Der kümmert sich bekanntlich mit weiteren Mitstreitern auch aus der Verwaltung und rund 70 Einzelhändlern und Gastronomen darum, Lüdenscheid als Einkaufsstadt zu profilieren und attraktiver zu machen. Man denke an sechs bis neun Händler, die hier Marktatmosphäre kultivierten, erläuterte Denecke. „Der Markt könnte auch mal wandern durch die Stadt,“ findet er, „mal in die Altstadt, mal zum Knapp.“

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