„Tag des Schlafes“: Schlaflabor optimal ausgelastet

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Schlafmediziner Thorsten Hardebusch und Funktionsoberärztin Andrea Piepenstock im Messraum voller Hightech.

Lüdenscheid - Die Quote der Menschen mit Schlafstörungen wird bundesweit auf rund 20 Prozent geschätzt. Der Diagnostik und Behandlung im Schlaflabor kommt dabei eine wachsende Bedeutung zu. Darauf weist Chefarzt Prof. Dr. Joachim Lorenz vom Klinikum Hellersen am „Tag des Schlafes“ am Dienstag hin.

Lorenz und sein Team – Funktionsoberärztin Andrea Piepenstock und Schlafmediziner Thorsten Hardebusch – machen bei einem Großteil ihrer Patienten drei Ursachen für das Schafapnoesyndrom aus. Übergewicht kann dafür sorgen, dass ein vergrößerter weicher Rachen die Atemwege verschließt; nach einem Schlaganfall kann das Schlafzentrum gestört sein; und auch Patienten mit einer Herzschwäche sind vermehrt betroffen. Die Folgen einer zeitweisen Sauerstoff- Unterversorgung können anhaltende Müdigkeit und Leistungsverminderung sein. Eine sogenannte Schlafmaske ist nach Erfahrung der Ärzte oft die dauerhaft beste Lösung.

Im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen investiert und das Schlaflabor um vier auf zwölf Messplätze erweitert. Trotzdem gibt es für Patienten eine Wartezeit von fünf Monaten. Zwei bis vier Nächte verbringen die Patienten dann jeweils voll verkabelt im Schlaflabor. Überwacht werden sie zentral in einem Messraum. Nicht nur am „Tag des Schlafes“.

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