Versorgungsquote liegt bei 97,6 Prozent

Die hausärztliche Versorgung im Raum Lüdenscheid ist gut

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Lüdenscheid - Westfalen ist insgesamt mit Ärzten gut ausgestattet – das gilt auch für den Raum Lüdenscheid. Die hausärztliche Versorgungsquote liegt bei einem Einzugsbereich von rund 106.000 Einwohnern inklusive Teilen des Südkreises laut der AOK bei 97,6 Prozent.

Damit liegt Lüdenscheid – wie übrigens die meisten Kommunen im Märkischen Kreis – in der Regelversorgung mit einem Deckungsgrad von 75 bis 110 Prozent. Das geht aus der neuesten ärztlichen Bedarfsplanung der AOK von Ende Mai dieses Jahres hervor.

Spitzenreiter in der märkischen Ärzte-Tabelle ist Plettenberg mit einem Versorgungsgrad von 117 Prozent. Entsprechend ist die Stadt für weitere Niederlassungen vorläufig gesperrt. Dagegen würde die Krankenkasse für Lüdenscheid noch 8,5 Mediziner bis zum Erreichen der Schallgrenze zulassen. Bis auf die Vier-Täler-Stadt weisen sämtliche Planungsbereiche für das Kreisgebiet noch freie Kapazitäten aus. Insgesamt listet die AOK 34,5 „Niederlassungsmöglichkeiten bis zur Sperrung“ aus. Die Öffnung beziehungsweise Schließung der jeweiligen Bereiche erfolgt durch den Beschluss des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen für den Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Sogar Altena, das bislang bundesweit als Sorgenkind bei der medizinischen Hilfe galt, ist nach der jüngsten Veröffentlichung mit einem Deckungsgrad von 78,3 Prozent in die Regelversorgung gerutscht. Im vergangenen Jahr lag der Wert noch bei 67,7 Prozent. „Danach ergibt sich rein rechnerisch für den gesamten Märkischen Kreis sowie für die einzelnen Planungsbereiche keine Unterversorgung“, teilte Jens Kuschel, Sprecher der AOK-Nordwest, mit.

Mit 61 Vertragsärzten führt der Versorgungsraum Lüdenscheid trotzt der noch vorhandenen Aufnahmefähigkeit das Kreisgebiet deutlich an. Auf den weiteren Plätzen folgen Iserlohn mit 53 Medizinern (bei knapp 93 000 Einwohnern) und Menden mit 30 (64 500 Einwohner).

Ärzte in „Berufsausübungsgemeinschaften“ sind erwartungsgemäß in den beiden größten Städten am häufigsten zu finden: für Iserlohn werden 36,2 genannt, für Lüdenscheid genau 30. In Altena, Meinerzhagen/Kierspe und Werdohl wird nur wenig beziehungsweise gar nicht in Praxisteams gearbeitet.

Das Wissenschaftliche Institut der AOK hat bei der Vorstellung seines Ärzteatlasses darauf hingewiesen, dass die ungleiche Verteilung nicht zuletzt die Attraktivität der Region widerspiegelt. Warum Witten mit 161 Prozent einen Spitzenrang einnimmt, lässt der Atlas aber offen.

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