Entschärfungskommando des LKA angefordert

Koffer in der Sparkasse abgestellt: "Täter" ging in der Stadt ein Eis essen

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Der Mann, dem der Koffer gehörte, musste zunächst einmal mit zur Polizeiwache.

[Update 19.10 Uhr] Lüdenscheid - Große Aufregung in der Hauptstelle der Sparkasse am Sauerfeld: Ein 30-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz stellte am Montag gegen 15.35 Uhr einen Koffer in den Vorraum zur Schalterhalle an der Jockuschstraße und verschwand. Die Verantwortlichen des Geldinstituts entschieden in Minutenschnelle, den Kundenverkehr abzubrechen und das Gebäude zu evakuieren. Die Polizei sperrte die Jockuschstraße mit Flatterband ab, ein Entschärfungskommando des Landeskriminalamtes wurde angefordert.

Der abgestellte Koffer ist eingekreist.

Nach ersten Zeugenaussagen betrat der schwarz gekleidete Mann mit Sonnenbrille den Vorraum der Sparkasse und platzierte den großen Koffer rechts neben der Eingangstür. Der Koffer war unter anderem mit einem BVB-Emblem beklebt.

Noch während die Einsatzkräfte auf Sprengstoff-Spezialisten warteten, tauchte der mutmaßliche Besitzer des Koffers gegen 17.25 Uhr plötzlich wieder an der Sparkasse auf und wollte seinen Koffer abholen - "da er mit dem Bus wegfahren wollte", wie es am Abend in einer Pressemitteilung der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis hieß.

Zeugen bekamen mit, wie der Mann sich mehrfach bei den Polizisten für die Aufregung entschuldigte, sich offenbar schämte und sogar vor den Beamten auf die Knie ging. Beim Öffnen des Koffers "kamen glücklicherweise nur persönliche Gegenstände des 30-Jährigen zu Tage", so die Polizei.

Herrenloser Koffer: Sparkasse in Lüdenscheid evakuiert

Wie er den Einsatzkräften erklärte, habe er seinen Koffer in der Sparkasse abgestellt, weil er dort sicher sei. Dann ging er offenbar in aller Ruhe ein Eis essen und kehrte schließlich zurück. Die Beamten nahmen den Mann mit zur Wache.

Der Großeinsatz konnte gegen 17.35 Uhr beendet werden. Die Ermittlungen gegen den jungen Mann dauern an.

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