Gleich zwei Gewinner beim Architektur-Wettbewerb zum Musikschul-Neubau

Lüdenscheid - Gleich zwei Gewinner sind aus dem Architekturwettbewerb zum Neubau der Musikschule am Staberg hervorgegangen. Die Jury aus externen Fach- und ortskundigen Sachpreisrichtern hatte sich zwischen 18 Entwürfen zu entscheiden. Gewonnen haben die Architekturbüros „WW+“ aus Trier und „hsd“ aus Lemgo.

Zehn Stunden lang habe die Jury getagt, sagte gestern Martin Bärwolf (Fachbereichsleiter Planen und Bauen). Gemeinsam mit Frank Kuschmitz (Leiter Zentrale Gebäudewirtschaft) und Gudrun Abendroth (Projektleitung Hochbau Integriertes Handlungskonzept Altstadt) stellte er die Entscheidungsfindung vor, die eine „anstrengende Geschichte“ gewesen sei.

Dieser Entwurf des Architekturbüros „WW+“ in Trier belegte den ersten Platz – ebenso wie...

Zunächst habe es zuvor eine Vorprüfung durch die Verwaltung gegeben, um die eingegangenen Entwürfe hinsichtlich der Anforderungen zu überprüfen, die in der Auslobung gestellt worden waren. Auch ein Professor für Akustik sei als Berater zugegen gewesen.

.... der Entwurf des Büros „hsd“ in Lemgo.

Nach dem 1. Wertungsdurchgang fielen sieben Bewerbungen heraus, nach einer langen zweiten Begutachtung und Prüfung fiel schließlich das Votum für die beiden Gewinner. „Die Entscheidungen waren einstimmig“, betonte Bärwolf, der alle 18 Entwürfe lobte. „Aber ich habe ein sicheres Gefühl, dass wir mit dieser Entscheidung richtig liegen.“ Die Entwürfe seien die gesamte Zeit vorher anonym geblieben. „Wir kennen keines der Büros.“

Die Entscheidung, welcher Entwurf letztlich zum Zug kommt, wird noch auf sich warten lassen. Es werde mit den beiden Büros, die noch am Mittwochabend informiert worden waren, ein Auftaktgespräch geben, in dem ein inhaltlicher Überarbeitungsbedarf erläutert werde. „Dabei geht es zum Beispiel um Brandschutz, die Konfigurierung des Grundrisses oder die Wirtschaftlichkeit“, so Bärwolf. Durchsetzen werde sich schließlich der Entwurf, der das beste Gesamtergebnis vorlege.

Drei Anerkennungspreise wurden verlieren, darunter an „SSP“ aus Bochum.

Weitere Details sollen am Mittwoch ab 17 Uhr in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses erläutert werden. Als Sachpreisrichter waren Frank Kuschmirtz, SPD-Ratsfrau Karin Hertes in Vertretung für die FDP, SPD-Fraktionschef Jens Voß und CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling in Vertretung seines Parteikollegen Björn Weiß, auch Vorsitzender des Ausschusses, in der Jury.

Drei Anerkennungspreise wurden verlieren, darunter „SEP“ aus Hannover.

„Alle 18 Arbeiten hatten ein hohes Niveau. Die Latte lag sehr hoch“, sagte Gudrun Abendroth. Die Höhe der Latte wurde unter anderem durch die Einhaltung der vorgegebenen Kriterien gelegt: „der städtebauliche Aspekt, die architektonische Gestaltung, die Funktionalität, die Realisierbarkeit, die Nachhaltigkeit der Nutzung und die Einhaltung des Kostenrahmens, so Frank Kuschmirtz.

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