Gigantische Maßnahme ab 2019

A 45: Rahmede-Talbrücke wird neu gebaut

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Mit der Beschaulichkeit im Rahmedetal ist es ab 2019 vorerst vorbei.

Lüdenscheid - Es wird noch etwa drei Jahre dauern, aber schon jetzt bereiten die Ingenieure des Landesbetriebs Straßen.NRW eine gigantische Baumaßnahme auf Lüdenscheider Stadtgebiet vor. Der sogenannte Ersatzneubau der Talbrücke Rahmede der Sauerlandlinie wird aller Voraussicht nach auch Auswirkungen auf der Verkehr auf städtischen Straßen haben. Im Bau- und Verkehrsausschuss stellte eine Abordnung des Landesbetriebs den Fraktionen den aktuellen Stand der Planungen vor.

Unter den 38 Talbrücken der A 45 ist die Rahmede-Talbrücke demnach „eines unserer größten Sorgenkinder“, wie Projektgruppenleiter Karl-Hermann Metz sagt. Nach neuen Berechnungen dürfte das Bauwerk spätestens 2025 „nicht mehr leistungsfähig“ sein. In bis zu 80 Metern Höhe über dem Rahmedetal rollen bis dahin täglich 76 300 Fahrzeuge über die 453 Meter lange Brücke, davon 16 600 Lastwagen – so die Prognose.

Seit den 90er-Jahren seien immer wieder Instandsetzungarbeiten erledigt worden. Doch Probleme mit Korrosion, Rissen und Entwässerung zwingen Straßen.NRW offenbar zu einem aufwändigen Neubau. Dabei wollen die Fachleute ähnlich vorgehen wie beim Ersatzneubau für die Lennetalbrücke nördlich von Hagen, die im laufenden Verkehr neben der alten Brücke errichtet und dann an deren Stelle geschoben wird. Auch im Rahmedetal werden dafür neue Pfeiler in die Höhe wachsen. Das Bauwerk wird, wie die ganze A 45, auf sechs Fahrspuren verbreitert

Den größten Gelände-Eingriff wird es nach Worten der Ingenieure durch das Anlegen von mindestens sieben Baustraßen geben. Die sind nötig, damit das Material für Abriss und Neubau per Lkw an- und abgefahren werden kann. Betroffen wird vor allem die Straße Im Wiesental sein. Mit Verkehrseinschränkungen bis hin zu zeitweisen Vollsperrungen muss gerechnet werden.

Grundsätzlich soll der Verkehr während der vierjährigen Bauzeit auf der Autobahn bleiben. Doch nach den Erfahrungen von Straßen.NRW wird es vereinzelt auch „Umlenkungen auf untergeordnete Straßen“, hieß es im Ausschuss.

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