60 Jahre Gemischter Chor: Es wird gefeiert

Der Gemischte Chor Lüdenscheid wird 60 Jahre alt.

Lüdenscheid - „Das machen wir immer sehr gerne“, sagt Silvia Walthes, Pressewartin des Gemischten Chores Lüdenscheid, mit Blick auf die Auftritte in den Lüdenscheider Seniorenheimen, mit denen der Gemischte Chor seit vielen Jahren das kulturelle Leben in der Stadt bereichert. Noch am vergangenen Wochenende waren die Sänger zu Gast im Amalie-Sieveking-Haus.

Am Sonntagnachmittag feiert der Chor sich ausnahmsweise mal selbst im Festzentrum an der Hohen Steinert. Dann können die Sänger auf eine 60-jährige Gemeinschaft zurückblicken. 1956 rief der aus der Grafschaft Glatz stammende Paul Preis eine Chorgemeinschaft ins Leben, die sich fortan „Ostdeutscher Heimatchor“ nannte. Das war die Geburtsstunde der später in Gemischter Chor umbenannten Singegemeinschaft.

Paul Preis zeichnete sich durch das Komponieren von Kantaten, Chorwerken und Filmmusiken aus. Aus seiner Feder stammt die Komposition „Die gelbe Glatzer Rose“, ein Stück, das noch heute im Repertoire des Gemischten Chores zu finden ist. Aus Krankheitsgründen legte Preis später sein Dirigat nieder und verstarb 1979. Seine Nachfolge trat Professor Hans Teleki an. Unter seinem Dirigat trat der Chor mit einem Dankkonzert für den damaligen Regierungspräsidenten Ernst Schlender hervor.

Zum 25-jährigen Bestehen des Chores – dies bereits unter der Leitung von Musikschuldirektor Eckhart Grote – gaben die Sänger ein Festkonzert. In das Jahr 1981 fiel auch der Beginn der Partnerschaft mit der Operettenvereinigung Den Helder, mit der man gemeinsam in der Folgezeit Konzerte in Den Helder und Lüdenscheid gab.

Dem Musikschuldirektor folgten als Dirigent Friedhelm Biallas und nach dessen Tod Chordirektor Willi Keune. Alle eineinhalb Jahre veranstalteten die Sänger unter dessen Leitung Konzerte im Kulturhaus. Konzertreisen führten quer durch Deutschland, nach Wien und Italien, unter anderem unterstützt durch Annette Luig (Sopran) und Werner Hahn (Bariton).

Schweren Herzens gab Chordirektor Willi Keune zu Weihnachten 2011 den Chor aus gesundheitlichen Gründen ab. Doch auch diesmal hatten die Sänger bei der Suche nach einem neuen Chorleiter ein glückliches Händchen und absolvierten bereits im Januar 2012 mit Chordirektor Ingo Reich die erste Probe. Ein Freundschaftssingen und Konzerte folgten, und in diesem Jahr begeben sich die Sänger auf Chorfahrt nach Wales, um dort mit einem Projektchor zu konzertieren.

Um die bewegten vergangenen sechs Jahrzehnte gebührend zu feiern, treffen sich die Sänger intern zunächst an einer gemeinsamen Kaffeetafel samt Überraschungsgast. Zweifellos werden sie auch selbst das eine oder andere Lied anstimmen.

Geehrt werden zwei Gründungsmitglieder: Barbara Somborn (†) und Wolfram Riedel.

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