Thekentour wird zur Premiere mit Stolpersteinen

Pascal Zimmer, Frontmann der Band Startblock, und seine Musiker mussten ihre Fans erstmal wieder einsammeln, nachdem sie vorm Eigenart vor verschlossenen Türen standen. - Fotos: Othlinghaus

Lüdenscheid - Die erste Thekentour des Vereins Onkel Willi & Söhne in Zusammenarbeit mit dem Lüdenscheider Stadtmarketing hat ihre Premiere bestanden. Involviert waren in die Aktion 33 Theken der Stadt mit einem Auftakt bei angenehmen Temperaturen und großem Publikumszuspruch auf dem Sternplatz.

Insgesamt sechs Musikacts stellten sich dort auf der Bühne auf dem umfunktionierten Lkw vor, während an einer Theke davor die Mitglieder von Onkel Willi & Söhne die Besucher mit Getränken versorgten. Als gegen Ende des kleinen Musikfestivals auf dem Sternplatz Regenwolken aufzogen, machten sich Künstler und Publikum auf den Weg in die einzelnen Kneipen. Hier lief dann am späteren Abend nicht alles rund. Obwohl auf den Plakaten der Thekentour der Start des Konzertes der Band Startblock um 22 Uhr im Eigenart angegeben war, standen Band und Fans um diese Uhrzeit im Regen vor einem dunklen Club und verschlossenen Türen. So machten sich die meisten Gäste umgehend auf den Weg in benachbarte Kneipen, um ins Trockene zu kommen, während die Musiker um Sänger Pascal Zimmer später in einem fast leeren Club erst einmal die Aufbauarbeiten auf der Bühne abwarten mussten. Verärgert darüber, dass der Betreiber des Eigenart nicht rechtzeitig aus dem Startblock kam, machten Pascal Zimmer und seine Mitstreiter das Beste aus der Situation und zogen mit ihrem Plakat los, um die Abtrünnigen in der Nachbarschaft wieder einzusammeln. Schließlich glückte dieses Vorhaben, und die hörenswerte Plettenberger Band, die neben dem Frontmann noch aus Sebastian Ziemann (Schlagzeug), Patrik Bieker (Gitarre), Mathias Abebe (Gitarre) und Hendrik Schulz (Bass) besteht, konnte mit ihrer druckvollen deutschen Rockmusik schließlich doch noch eine veritabel besuchte Location rocken.

Aus allen Nähten platzte wie gewohnt der Reidemeister. Hier rockte der Ahlener Singer-Songwriter Dimi Kassiouris mit seiner Akustik-Gitarre. Schon seine kernige Fassung des Johnny-Cash-Klassikers „Ring of Fire“, die er zum Soundcheck spielte, gab die Richtung vor, in die sich der Abend bewegte. Gäste wie Steffi Hallmann und Bert Lassen waren nicht nur vom Künstler im Reidemeister, sondern von der gesamten Thekentour begeistert. „Auf diese Weise haben wir schon Läden kennengelernt, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt“, meint Steffi Hallmann. Das Paar hatte sich an diesem Abend fest vorgenommen, unbedingt noch weitere Lüdenscheider Gaststätten zu erkunden.

Das Duo Honigmut mit Melina Fuhrmann und Nando Andreas sowie Daniel Koroma als Sänger und Rapper sollten eigentlich im Panoptikum in der Humboldtstraße auftreten. Doch technische Probleme – unter anderem standen nur zwei Gesangsmikros zur Verfügung – führten dazu, dass die Musiker weiterzogen und sich kurzerhand in der Oberstadt einen Platz auf der Straße für ihren Gig suchten. Das fand auch das Publikum klasse, und es bildete sich schnell eine Menschenansammlung vor der Spielstätte einige Meter vom Lönneberga entfernt, die lediglich dem durchfahrenden Bus weichen musste. Der Gig machte allen sichtlich Spaß, und die Baseballkappe, die als Hut fungierte, füllte sich schnell mit Barem.

Ferner war in drei weiteren Kneipen Live-Musik angesagt. Leider kam der für das Tropf und Krümel vorgesehene Björn Alberternst aus unbekanntem Grund nicht zu seinem Auftritt.

Darüber hinaus waren Serena Schiavone im Labyrinth an der Knapper Straße und Nancy Siskou im Gleis 1 zu sehen und zu hören.

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