Fröhling wirbt für Vorschlag von Schwarzkopf

Alternativer Musikschulstandort zum Neubau am Staberg?

Lüdenscheid - CDU-Fraktionschef Oliver Fröhling steht voll und ganz hinter dem Vorschlag seines Parteikollegen und Ortsverbandsvorsitzenden Ralf Schwarzkopf, eine Unterbringung der Musikschule in dem Gebäudekomplex Rosiepen/Kochschule Capitol zu prüfen. „Was vergeben wir uns denn dabei, diesem Vorschlag in einer interfraktionellen Runde gemeinsam mit allen Parteien eine Chance zu geben?“

Auch wenn der Architekturwettbewerb für den Neubau am Staberg schon laufe, heiße das ja nicht, dass mit dessen Ergebnis zwingend eine Realisierung erfolgen müsse. „Dies wurde uns auf Nachfrage seitens der Verwaltung mitgeteilt.“ Selbst die Verwaltung habe immer wieder betont, dass ein Musikschulstandort innerhalb der Altstadt wünschenswert wäre, aber trotz intensiver Suche bislang leider nichts gefunden werden konnte. Nun sei der Schwarzkopf-Vorschlag über die Sommerferien im Gespräch mit dem Lüdenscheider Investor Reinhold Zimmermann entstanden, aber schon verschlössen sich die anderen Parteien wieder dieser Idee. „Sie reagieren wie pawlowsche Hunde, wenn ein Gedanke aus den Reihen der CDU kommt.“

Die CDU habe in den Diskussionen mehrfach kritisch nachgefragt, ob ein sogenannter Multifunktionsraum mit einer Deckenhöhe von sechs Metern und entsprechener Größe zwingend erforderlich sei. „Dies bezweifeln wir, denn dadurch entsteht eine starke Verteuerung der Bau- und Umbaukosten, gerade wenn im Bestand umgebaut wird“, argumentiert Oliver Fröhling.

Die CDU gehe davon aus, dass der Fördermittelgeber sich einer besseren Idee bei der richtigen Argumentation nicht verschließen werde. „Schließlich wurden wir doch alle gewählt, um für die Stadt jeweils die besten Lösungen zu suchen und auch umzusetzen. Wir gehen hier auch mit Steuergeldern um, also mit dem Geld aller Bürgerinnen und Bürger. Da darf man sich unseres Erachtens ruhig drei Gedanken mehr machen.“

Natürlich komme diese Idee ein wenig spät, gibt Fröhling zu, aber sie habe sich halt erst jetzt ergeben. Es sei jedenfalls nicht zu spät, sich mit ihr zu beschäftigen und sie zu prüfen.

Zum Schluss findet der Fraktionsvorsitzende auch noch beruhigende Worte für Bürgermeister Dieter Dzewas, der gemutmaßt hatte, die Kommunikation zwischen Fraktion und ihrem Vorsitzenden sei offenbar nicht die beste: „Die Thematik wurde am Montag in der Fraktion besprochen. Die Kommunikation zwischen Fraktion und dem Ortsvorsitzenden ist tadellos und abgestimmt.“

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