30. Matjesfest des Bürger-Schützen-Vereins

Frischer Fisch und alte Schätzchen

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Die fleißigen BSV-Frauen mit ihren „Meeresschätzen“.

Lüdenscheid - Überwiegend bewölkt bis unbeständig zeigte sich das Lüdenscheider Wetter am Samstag und Sonntag beim Matjesfest des Bürger-Schützenvereins (BSV).

Zum 30. Mal verwöhnten die Bürgerschützen ihre Gäste mit fangfrischem Fisch von der holländischen Nordseeküste. Neben jungem Matjes hatte der Verein Bratheringe und Rollmöpse im Angebot.

Verbunden war das Fest einmal mehr mit einem großen Trödelmarkt auf dem Festplatz Hohe Steinert, für den Tommys Trödelmärkte – Thomas und Jutta Gnatowski – verantwortlich zeichneten. Weit mehr als 100 Trödler aus ganz Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen boten auf dem weitläufigen Gelände Sammelartikel, Antiquitäten, Kleidung, Spielzeug, kurz Trödel in seiner gesamten Vielfalt an. Sogar eine gebürtige Holländerin – Markla Lengenfeldt – zählte zu den Ausstellern.

Während die Großen stöberten, freuten sich die Kleinen über Spiel und Spaß auf dem Bungee-Trampolin. Hochbetrieb herrschte auf dem Gelände. Auf dem kleinen Festplatz, wo die Frauen-Schießgruppe des BSV den eigens aus Scheveningen geholten Fisch verkaufte, empfing „Frau Antje aus Holland“ alias Steffi Linnepe die Fischliebhaber stilecht in Tracht, Holzschuhen und Haube. Komplimente zuhauf erntete sie für ihr adrettes, zum Anlass passendes Aussehen. „Frau Antje von den Matjes“, meinte sie lachend.

Einladend hatten die Bürgerschützen den Platz für ihr Fest mit Partygarnituren zum Essen, Plaudern und Verweilen ausstaffiert. Vor Regen oder Zugluft bot ein großes, buntes Zirkuszelt Schutz.

Neben dem Fisch, den Jürgen Linnepe und Thomas Jacob wenige Stunden zuvor in aller Herrgottsfrühe aus Holland geholt hatten, bereicherten erstmalig Reibeplätzchen „nach Omas Rezept“ das Angebot. Zwischen süßen und herzhaften Varianten – mit Apfelmus oder Knoblauchsoße – hatten die Besucher am Stand von Markus und Roland Bügler aus Gummersbach die Qual der Wahl.

Traditionell mit den Fingern oder Messer und Gabel ließen sich die Fischliebhaber den jungen Matjes, mit kleingehackten Zwiebeln serviert, schmecken. Wie Steffi Linnepe und Thomas Jacob berichteten, standen die ersten Besucher schon eine halbe Stunde vor Beginn des Fests erwartungsfroh auf dem Platz, um sich mit den begehrten Fischspezialitäten einzudecken. Zum Mitnehmen nach Hause hatten einige – die Schützenfrauen eingeschlossen – übers Jahr hinweg fleißig Behältnisse gesammelt.

Viele Stammbesucher, Jahr für Jahr beim Matjesfest dabei, aber auch neue Gesichter fanden den Weg zum Fest. „Ich bin jedes Jahr dabei, wenn ich nicht gerade unterwegs bin“, meinte Manfred Berker. „Der Fisch ist sehr frisch und kommt mir vom Geschmack entgegen.“ Angetan von der holländischen Spezialität zeigten sich auch Rita und Edgar Hühnermann, die „zufällig“ vor Ort waren. Nach einem Fernsehtipp hatten sie sich kurzfristig zum Besuch des Matjesfests entschlossen und bestätigten: „Der Fisch schmeckt sehr gut.“

Musikalisch sorgte DJ Thomas beim Fest für gute Laune.

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