Der erste „Tatort“

„Mord am Hellweg": Gentlemen's Night liest im Stock

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Das Krimifestival „Mord am Hellweg“ beginnt am Freitagabend im Stock an der Knapper Straße mit einer Gentlemen's Night.

Lüdenscheid - Auftakt ist am Freitagabend, der Tatort die alte Druckerei (Stock) an der Knapper Straße: Dort treffen zwei Krimiautoren und ein ehemaliger „Tatort“-Kommissar aufeinander und eröffnen den Veranstaltungsreigen „Mord am Hellweg“ in der Bergstadt.

Mit von der kriminalistischen Partie ist ab 19.30 Uhr Eric Berg, ursprünglich einmal Model. Er stellt seinen dritten Roman „Schattenbucht“ vor. Im Mittelpunkt steht die Psychologin Ina Bartholdy, die unbedingt wissen will, warum die 62-jährige Bäckersfrau Marlene Adamski ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe springt.

Gregor Weber ist Schauspieler, ermittelte als „Tatort“-Kommissar in Saarbrücken. Sein neuer Thriller „Asphaltseele“ ist seit wenigen Tagen auf dem Markt. Hauptfigur ist Ruben Rubeck. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist sein Revier. Der Autor erzählt hart und mitleidslos vom Leben eines waschechten Frankfurter Vollblutpolizisten.

Dresden im November 1944 steht im Mittelpunkt der dritten Geschichte: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Kriminalinspektor Max Heller untersucht den Mordfall an einer grausam zugerichteten Frau. Das Gerücht: Das war der Angstmann, der nachts durch die Ruinen schleicht. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück. Autor Frank Goldammer, 1975 in Dresden geboren, ist Maler- und Lackierermeister und verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Er schrieb inzwischen drei erfolgreiche Regionalkrimis über Dresden und Umgebung.

Die Moderation des Abends hat Jürgen Alberts übernommen, Autor und Übersetzer, Organisator des Krimifestivals Prime Time Crime Time in Bremen und Lehrbeauftragter für „creative writing“ im In- und Ausland.

Europas größtes Krimi-Festival bietet in der Region bis zum 12. November jede Menge skurriler Aktionen und Lesungen an ungewöhnlichen Orten. In Lüdenscheid liest am 27. Oktober Jörg Steinleitner, im Sparkassentheater, am 1. November Arnaldur Indridason in der Phänomenta und am 10. November wird zu einer kriminalistischen „Istanbul-Nacht“ in die Bücherei geladen.

Karten für die Lesung „Gentlemen’s Night“ am Freitagabend sind noch zu haben im Vorverkauf für 16,90 Euro (ermäßigt 14,90 Euro) bei Thalia im Stern Center und im Stock. An der Abendkasse sind 21 Euro (19 Euro) fällig.

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