Mutiger Musiker-Nachwuchs

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Footprints SL spielte in lockerer Atmosphäre im Kulturhaus auf.

Lüdenscheid - Nichts für Freunde durchgängig gestylten Klangs: Die Bigband Footsprints SL unter Thomas Wurth wandelte bei ihrem jüngsten, von der Waldbühne ins Kulturhaus verlegten Konzert auf improvisatorischen Pfaden. Programmatisch blieb es bei den Footprints bei guten Standards und einem Brückenschlag in Richtung Pop.

In der langen Reihe der zur Improvisation aufgerufenen Musiker standen alte Hasen mit bestechendem Spiel, veritabel aufspielender Nachwuchs und mutige Anfänger an. Das war fürs Publikum durchaus unterhaltsam, abwechslungsreich und spannend. Dabei blieben die Zuhörer stets fair, spendeten immer wieder Sonderapplaus.

Das Salz in der Suppe eines jeden Bigband-Konzertes: Der Gesang. Den gab es auch bei diesem Konzert. Da rackerte sich Thomas Wurth mit einer humorvollen Linie der „Foxy Lady“ von Jimi Hendrix ab. Erstmals am Mikro: Fabienne Schoppmeier. Sie bot „Valerie“ (bekannt durch Amy Winehouse). Ein Tick zu viel Zug dahinter, Schoppmeier musste sich enorm sputen, dem angeschlagenen Tempo Folge leisten zu können. Dennoch verblüffte sie mit starker Stimme, Ausdrucksfähigkeit, erzeugte bisweilen guten Druck.

Gesangs-Kollegin Natascha Winter schmiedete mit der Band die „Chain of Fools“. Gerne gehört, oft interpretiert, selten zufriedenstellend. Das kam im letzten Drittel des Songs wirklich gut herüber, zumal Winter da ein wenig aufmachte und stimmlich in die kontrollierte Offensive überging.

Mit Adeles Bond-Hit „Skyfall“ hatte sich Winter ein ähnliches Kaliber ausgesucht wie Schoppmeier mit „Valerie“. Im ersten Drittel des Songs noch ein wenig dünn, gewann Winters Stimme zunehmend an Strahlkraft. Dies auch Dank der Band, die von Wurth umsichtig geführt, satten wie sicheren Rahmen setzte. Stark präsentierte sich die Band vor allem auch bei den Nummern „Baby Elephant Walk“ und „Pink Panther“.

Es war ein lockerer Vormittag mit der Bigband Footprints SL und deren Leiter, Lehrer, Sänger, Bläser und Moderator Thomas Wurth, der Lust auf guten Sound und starke Musik machte.

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