Sylvain Olievier engagiert sich für den Sport

Flüchtlingsinitiative Lüdenscheid sucht Übungsleiter

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Sylvain Olievier kümmert sich um den Sport.

Lüdenscheid - „Wenn die Flüchtlinge Sport treiben können – sei es Fußball spielen oder Laufen mit Krafttraining, dann ist das für sie ein Stück Normalität und lenkt sie ab von ihren Sorgen und Ungewissheiten“, sagt Sylvain Olievier.

Der ehemalige belgische Soldat, der der Liebe wegen in Lüdenscheid blieb, kümmert sich in der Flüchtlingsinitiative Lüdenscheid um die Arbeitsgruppe Freizeit, Sport und Kultur. Während der Zeit, in der die Flüchtlinge auf die Bearbeitung ihres Asylantrags warten, was recht lange dauern kann, sind sie zum Nichtstun verurteilt. Um der damit verbundenen Langeweile etwas entgegenzuwirken, gibt es inzwischen drei Sportangebote: Montags vormittags kicken Interessierte im Nattenberg-Stadion, mittwochs findet dort ein Lauf- und Krafttraining statt, donnerstags steht Sport auf dem Gelände am Wefelshohl an.

„Das Problem für uns ist, dass wir für diese Angebote immer einen Übungsleiter benötigen. Joahnnes Riedel, Trainer bei der LG Lüdenscheid, macht das sehr gut. Doch wenn er nicht da ist, können wir nichts machen, denn ein Übungsleiter ist nun einmal erforderlich. Sonst können wir nicht ins Stadion“, beschreibt Olievier das Problem und bittet um Unterstützung. „Wer den Schein hat und sich ehrenamtlich engagieren möchte, der kann sich gern bei mir melden.“ Die Flüchtlinge seien immer sehr enttäuscht, wenn der Sport ausfallen müsse.

Der rüstige Rentner hat noch weiteres vor: Wenn das Integrationszentrum in der ehemaligen Grundschule Schöneck eingerichtet wird, soll dort auch eine Fahrradwerkstatt entstehen. Gespendete Fahrräder, die kleinerer Reparaturen bedürfen, nimmt Olievier auch gern entgegen. Das gilt auch für gut erhaltene Sportkleidung für die Flüchtlinge und tragbare Fußball- oder Laufschuhe. „Kürzlich habe ich einmal 13 Paar aus Holland bekommen“, erzählt er. „Die Freude bei den jungen Männern war groß und bei mir auch.“

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