Tipp der Stadt: Wertmarken bei Caritas kaufen

Stadt Lüdenscheid warnt vor systematisch bettelndem „Familienclan" 

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Symbolfoto

Lüdenscheid - Zurzeit sieht man wieder viele Bettler in der Stadt. Dabei handelt es sich überwiegend um EU-Bürger, teilt die Stadtverwaltung mit. Erst, wenn diese sich sechs Monate in Deutschland aufgehalten haben, kann ihre so genannte Freizügigkeit innerhalb der EU eingeschränkt und sie in ihr Heimatland ausgewiesen werden.

„Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes dürfen aber nur dann eingreifen, wenn diese Bettler Passanten aggressiv bedrängen oder belästigen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Im vergangenen Jahr habe in diesem Bereich eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Stadt Lüdenscheid mit dem Märkischen Kreis als zuständige Ausländerbehörde begonnen. 

Diese könne jedoch leider momentan nicht im gewohnten Umfang stattfinden, weil dort – wie bei allen Behörden – ein Rückstand bei der Bearbeitung von Asylanträgen bestehe und diese Aufgabe Vorrang habe. Zu gegebener Zeit solle die Zusammenarbeit in bewährter Weise fortgesetzt werden.

Gegen aggressives Betteln könne in der Zwischenzeit jeder Einzelne durch entsprechendes Verhalten beitragen. Konkret heiße das: Man sollte kein Geld spenden. Denn: „Unsere Ermittlungen haben ergeben, dass eine erhebliche Zahl der bettelnden Personen zu einem großen Familienclan gehört, der Frauen systematisch auf die Straße schickt“, erklärte der städtische Beigeordnete Thomas Ruschin. 

„Falls Sie trotzdem etwas Gutes tun wollen, können Sie bei der Caritas Wertmarken im Wert von ein Euro kaufen, die gegen Kaffee, warme Mahlzeiten oder Wäschewaschen eingetauscht werden können. Damit unterstützen Sie zum einen die Arbeit der Caritas, zum anderen werden die wirklich Bedürftigen dieses Angebot annehmen. Die nicht Bedürftigen werden im Stadtbild über kurz oder lang nicht mehr auftauchen.“

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