Sommer-Festival im Park

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Willi Denecke und der Lüdenscheider Veranstalter Oliver Straub (rechts) im Kulturhauspark.

Lüdenscheid - 20 Tage, 50 Musiker, große und kleinere Künstler, Sommerlaune, Abendsonne – und das alles im Herzen unserer Stadt: Am 21. Juli startet mit dem „Lüdenscheider Festival-Sommer“ im Kulturhauspark ein Pilotprojekt, das über kurz oder lang im Umland seinesgleichen suchen soll. „Wir wollen ein auf Nachhaltigkeit angelegtes Festival etablieren mit außergewöhnlichen Veranstaltungen. Das Konzept soll eine Marke werden und einen hohen Bekanntheitsgrad in Südwestfalen erreichen“, sagt Willi Denecke, der die Öffentlichkeitsarbeit für das Festival übernommen hat.

Örtlicher Veranstalter und Ideengeber ist Oliver Straub, gestärkt durch den Visionärskreis „Initiative 20/20“, in der inzwischen mehr als 70 Lüdenscheider Unternehmen und Vereine mitarbeiten. Um die kulturelle Arbeit in der Stadt zu stützen, waren die „Visionäre“ sofort mit im Boot. Gemeinsam ging man auf die Suche nach einem passenden Festival-Gelände und wurde sich schnell einig: Der Park am Kulturhaus, zentral erreichbar und gut geschützt. So wird am 21. Juli (Donnerstag) zur Auftaktveranstaltung auf der Wiese vor dem ehemaligen Kulturhaus-Restaurant eine 50 Quadratmeter große Bühne errichtet, die fast sieben Wochen lang genug Raum für Kunst aller Art bietet. Und da Freiluft-Projekte in solchen Dimensionen zu hundert Prozent wetterabhängig sind, schuf man sich mit Locations wie Stock, Eigenart oder Dahlmann auch den schützenden Raum, falls der mitteleuropäische Sommer nicht mitspielt. „Wetter wie heute“, wünschte sich gestern Willi Denecke bei der Vorstellung des Großprojektes.

Bespielt wird die Bühne unter den wachsamen Augen des „Zeitungslesers“ im Kulturhauspark jeden Donnerstag (18.30 bis 23 Uhr), Freitag (18 bis 22 Uhr) und Samstag (16 bis 22 Uhr). Darüber hinaus ist ein Familiensonntag geplant. Donnerstags treten Coverbands auf, die sieben Wochen lang für jeden Geschmack Musik spielen. Den Anfang macht am 21. Juli die Tribute-Band Die toten Ärzte, eine Coverband aus Hamburg und vor mehr als einem Jahrzehnt entstanden aus einer verrückten Idee. Inzwischen haben die Musiker mehr als 600 Konzerte auf dem Buckel zwischen dem Brandenburger Tor, dem Nürburgring und Oschersleben. Die Freitagabende gehören dann eher den leiseren Tönen. „Singer, Songwriter, Poetry oder Comedians. Wir haben gemeinsam mit dem Jazzclub die Open Stage aus dem Stock auf die Bühne verlegt, bei der jeder mitmachen kann“, erläutert Oliver Straub. Allerdings habe man den Freitag bewusst mit Rücksicht auf die Anwohner leise angelegt. Samstags werden alternative Bands oder Newcomer zu hören sein – „Bands mit eigenen Ideen“, so Straub. Einer der Hauptacts soll am 20. August der Auftritt der Band Extra-breit werden.

Für das Festival wird eine Broschüre aufgelegt. Bezahlt werden muss donnerstags (7,50 Euro an der Abendkasse oder wahlweise ein Saisonticket für 24 Euro, ab Dienstag erhältlich im LN-Ticket-Shop, Lotto im Toom und bei Burger King) und bei den beiden Samstags-Konzerten mit Extrabreit und Boppin’B.

Auf dem Gelände werden unterschiedliche Speisen und Getränke verkauft. Oliver Straub: „Irgendwo muss das Geld ja herkommen für ein solches Festival. Die Künstler bekommen alle eine Gage. Und sowas geht nur, wenn alle mitziehen – Künstler und Gäste. Wertigkeit und Niveau sind ein Ding auf Gegenseitigkeit.“

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