Viel Lob für Organisatoren

Volmetal-Klassik: Zieleinlauf mit Regen und viel Chrom

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Sonne, Regen und wieder Sonne: „Aprilwetter“, das nicht wusste, was es will, trübte am Samstag bei der 1. Volmetal-Klassik die Freude an der Zieleinfahrt Chrom blitzender, liebevoll gehegter und gepflegter Karosserien.

Lüdenscheid - Sonne, Regen und wieder Sonne: „Aprilwetter“, das nicht wusste, was es will, trübte am Samstag bei der 1. Volmetal-Klassik die Freude an der Zieleinfahrt Chrom blitzender, liebevoll gehegter und gepflegter Karosserien. Mit leuchtenden Augen verfolgten zahlreiche Zaungäste das Schaulaufen der Old- und Youngtimer, die beredt über nahezu 100 Jahre Automobilgeschichte Auskunft gaben.

Dabei hieß es für die Fahrer der 109 Boliden in Meinerzhagen, sich den begehrten Stempel als Nachweis für ihre gefahrenen Kilometer abzuholen – ehe die liebevoll gepflegten Fahrzeuge eintrafen, hieß es für die Zaungäste allerdings: warten. Die Baustelle an der Gerichtstraße forderte von den Organisatoren eine spontane Planänderung, die letztlich für eine Verzögerung sorgte. Der guten Laune der Teilnehmer und Zuschauer tat das aber keinen Abbruch.

Nachdem sich die Automobile am Autohaus Starke zum Zwischenstopp getroffen hatten, fuhren sie – eingewiesen durch Stadtmarketing-Geschäftsführer Bernd-Martin Leonidas – an der Krim ein, wo sie dem Publikum von Moderator Marc Pelzer kurz vorgestellt wurden. Kurz den Stempel abholen – und schon ging´s weiter. Und es gab für Freunde alter Autos minütlich viele Anlässe, die Kameras zu zücken: So waren mit der Startnummer 1 Harald Jung und Klaus Erbstößer aus Schalksmühle in einem Mercedes Benz 280 SE Cabriolet 3.5 aus dem Jahr 1971 die Ersten, die an der Krim einfuhren. Wahre „Schlachtschiffe“ wie ein Chrysler Plymouth Belvedere mit 230 PS, der amerikanisches Lebensgefühl der 1960er-Jahre ins Sauerland brachte, und „Minis“ wie ein Fiat 500 mit gerade einmal 18 PS, brachte Automobilliebhaber ebenso ins Schwärmen. Ein Fahrzeug war schmucker als das andere.

Bilder zur ersten Rallye Volmetal Klassik

Nachdem der Tross an den Hagener Elbershallen gestartet war, kam Halver mit dem Kulturbahnhof die Ehre zuteil, die erste von insgesamt neun Zwischenstationen zu sein, die die Old- und Youngtimer ansteuerten. Anschließend zogen die Automobile weiter nach Breckerfeld, Schalksmühle, zum Sonneborn-Parkplatz in Lüdenscheid, ehe neben Meinerzhagen auch der Parkplatz Wildenkuhlen in Kierspe auf der Liste der Zwischenstopps stand. Svenja Kelm und Gerd Reppel vom Stadtmarketingverein stempelten dort die Bordkarten ab.

Großer Bahnhof bei der Zielheinfahrt 

Für die Zieleinfahrt der automobilen Schätze auf dem Rathausplatz in Lüdenscheid inszenierte der AC Lüdenscheid als Veranstalter der Rallye einen großen Bahnhof. Stilvoll ins Ziel winkte die Kartslalom-Jugend des Vereins in Rennanzügen ein. Werbung für den Automobil- und Motorsport machten die jungen Rennfahrer vorab mit ihren Karts, die sie zum Anschauen mit auf den Platz gebracht hatten. Als Dankeschön zeigten Kultwagen wie der Opel Manta – mit und ohne den obligatorischen Fuchsschwanz im Feld – oder der Porsche 911, was sie unter der Motorhaube haben. Satt und tief brummten die Motoren auf. Zur Begrüßung erhielt jedes Team vom AC Lüdenscheid einen Willkommenstrunk.

Rallye Volmetal Klassik - Ziel in Lüdenscheid

Voll des Lobes waren Fahrer und Beifahrer für das Orga-Team um Holger Niklas (2. Vorsitzender des AC Lüdenscheid) und Fahrleiter Reiner Kroschinski. „Der Veranstalter hat sich sehr viel Mühe gegeben“, lobten etwa Jürgen Gade und Sohn Jonas aus Lüdenscheid, die mit einem Jaguar XK 140 FHC (Baujahr 1956) unterwegs waren. „Super organisiert das Ganze“, meinte auch Jürgen Ruthmann aus Schalksmühle. „Der Fahrleiter hat ganze Arbeit geleistet“, resümierte Karl-Heinz Kluge aus Plettenberg. Wiederkommen in jedem Fall will auch die „Porsche-Truppe“ aus Hannover, Herford und Paderborn, wenn es eine Neuauflage der Volmetal-Klassik gibt.

Siegerehrung in den Elbershallen

In den Hagener Elbershallen nahmen die Sieger der Rallye am Samstagabend ihre Pokale in Empfang. Gesamtsieger in der Kategorie Sportliche Oldtimerfahrt wurde das Herforder Team Wolfgang Suchy und Uwe Schnelle in einem Porsche 911 SC Targa (Baujahr 1979). Bei den Youngtimern machten die Mercedes-Fahrer Olaf und Janine Sänger aus Hagen das Rennen. Touristisch hatte das BMW-Team Ulrich und Tanja Ilemann aus Deensen die Nase vorn. 

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